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Entwicklungen des deutschen Pkw-Marktes 2021

Frankfurt, 09.08.21

Erstmals mehr Elektroautos als Diesel im deutschen Flottenmarkt

Dataforce Infografik Marktsegmente August 2021
  • Der deutsche Pkw-Markt gab durch den Halbleitermangel im August 2021 um 23,0 % nach, der Transportermarkt verlor sogar 24,9 %.
  • Der Rückgang betrifft alle Marktsegmente, am stärksten aber den Fahrzeugbau.
  • Dank eines sprunghaften Anstiegs bei BEVs wurden von Flotten erstmals mehr Elektroautos als Diesel zugelassen.

 

Produktionsausfälle bestimmen die Marktentwicklung

In diesem Jahr fielen die Augustzulassungen erstmals seit Beginn der Dataforce Aufzeichnungen im Jahr 2001 unter die Marke von 200.000 Pkw. Gegenüber dem Vorjahresmonat gaben die Neuzulassungen um 23,0 Prozent, arbeitstäglich bereinigt sogar um 25,1 Prozent nach. Das kumulierte Wachstum über die ersten acht Monate schrumpft auf 2,5 Prozent.

 

In diesem Umfeld mussten alle Kanäle Verluste hinnehmen. Der Relevante Flottenmarkt verlor mit 22,0 Prozent etwas weniger als der Gesamtmarkt. Im Privatmarkt war der Rückgang dafür mit -25,3 Prozent stärker. In den sonstigen gewerblichen Zulassungen ist das Bild uneinheitlich. Der Fahrzeugbau (- 30,6 %) musste unter allen Kanälen die größten Verluste hinnehmen, Fahrzeughandel (- 18,5 %) und Autovermieter (- 18,6 %) schneiden im Vergleich zu ihren niedrigen Vergleichswerten aus 2020 besser ab.

 

Im Flottenmarkt überholen Elektroautos den Diesel

Bei der vorläufigen Auswertung nach Kraftstoffarten zeigt sich ein sprunghafter Anstieg von BEVs. Mit einem Anteil von 14,9 Prozent liegen die reinen Elektroautos nun wieder deutlich vor den Plug-In Hybriden mit 12,7 Prozent. Im Privatmarkt knackten die BEVs zum ersten Mal die 20-Prozent-Marke.

 

Auch im Relevanten Flottenmarkt gab es einen Quantensprung. BEVs und PHEVs erreichten mit 18.934 Neuzulassungen zum ersten Mal überhaupt ein höheres Volumen als Diesel inklusive Mild- und Vollhybriden (18.901).

 

Transportermarkt verliert noch stärker

Die Produktionsausfälle betreffen auch den Transportermarkt immer stärker. Im August schrumpften die Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge und ihrer Schwestermodelle mit Pkw-Zulassung um 24,9 Prozent. Wie bei den Pkw war auch hier der Kanal Fahrzeugbau besonders betroffen. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt ist der Rückgang im Privatmarkt am kleinsten. Hier zeigt sich weiterhin der Nachfrageboom bei Wohnmobilen und der Zuwachs durch ehemalige MPV-Käufer.

Im deutschen Pkw-Markt trifft der Halbleitermangel Fahrzeugbau und Privatmarkt am stärksten

Dataforce Infografik Marktsegmente Juli 2021
  • Lieferschwierigkeiten führten im Juli 2021 zu einem Rückgang der Pkw-Neuzulassungen um 24,9 Prozent.
  • Vor allem die Eigenzulassungen im Fahrzeugbau und der Privatmarkt waren betroffen.
  • Auch der Transportermarkt leidet unter Produktionsausfällen.

 

Abrupter Trendwechsel im Juli

Im deutschen Pkw Markt ist im Juli aus den deutlichen Zuwächsen der Vormonate ein starker Rückgang geworden. Gegenüber dem Juli 2020 brachen die Neuzulassungen um 24,9 Prozent ein. Am stärksten betroffen waren dabei die Eigenzulassungen der Hersteller mit einem Minus von 36,8 Prozent. Doch auch der Privatmarkt verlor mehr als ein Drittel seines Volumens aus dem Vorjahresmonat (-36,2 Prozent). Der Relevante Flottenmarkt konnte sich dieser Entwicklung ebenfalls nicht entziehen. Dass sich das Geschäft mit den Firmenwagen bei einem Minus von 19,7 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt entwickelte, bleibt ein schwacher Trost.

 

Fahrzeughandel und Autovermieter blieben mit Rückgängen von 7,5 und 7,3 Prozent demgegenüber relativ stabil. Das liegt aber vor allem an den geringen Vergleichswerten aus 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau schneiden die beiden Kanäle ähnlich schwach ab.

 

Gründe für die schwache Marktentwicklung

Der Hauptgrund für die plötzliche Marktschwäche ist die Halbleiterknappheit, durch die sich viele Auslieferungen bis Jahresende oder 2022 verzögern und die Hersteller die Produktion zu höherpreisigen Modellen und in margenträchtigere Kanäle umlenken. Das dämpft die Auswirkungen auf den Relevanten Flottenmarkt und verstärkt den Einbruch bei den taktischen Zulassungen und Einstiegsmodellen für Privatkunden.

 

Beim Vergleich zu 2020 muss außerdem berücksichtigt werden, dass sich der Pkw-Markt im Juli letzten Jahres nach der ersten Corona-Welle wieder normalisiert hat und ausgefallene Neuzulassungen nachgeholt wurden. Dementsprechend lag die Messlatte deutlich höher als noch im Juni. Hinzu kommt ein fehlender Arbeitstag im Vergleich zu 2020, der etwa 2 Prozentpunkte an der Wachstumsrate ausmacht.

 

PHEVs mit neuem Rekordanteil

BEVs und Plug-in Hybride befanden sich im Juli weiter im Aufwind. Im Vergleich zum Juli 2020, dem ersten Monat mit den erhöhten Kaufprämien, kletterten die Neuzulassungen um 52 respektive 58 Prozent. Plug-in Hybride erreichten dadurch auch ihren bislang höchsten Marktanteil von 12,8 Prozent. Vor allem bei Flotten- und Privatkunden wird die Antriebsart jeden Monat beliebter.

 

Produktionsausfälle erreichen Transportermarkt

Auch der Transportermarkt ist zunehmend von Produktionsengpässen betroffen. So gaben die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities mit 22,9 Prozent fast so stark wie der Pkw-Markt nach. Auch hier war der Fahrzeugbau der Kanal mit dem größten Einbruch (- 42,3 %), gefolgt vom Privatmarkt (-29,1 %). Angesichts eines Rückgangs um 21,0 Prozent im Relevanten Flottenmarkt haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, entsprechend der anziehenden Konjunktur ihren Fuhrpark aufzustocken.

Deutscher Pkw-Markt wächst zum vierten Mal zweistellig, Elektro verdrängt Diesel

  • Bei einem Gesamtmarktwachstum von 24,5 Prozent sind im Juni 2021 alle Marktsegmente im Plus. Das beste Ergebnis erreicht einmal mehr der Flottenmarkt.
  • Elektroautos gewinnen weiter Marktanteile und stehen kurz davor, den Diesel zu überholen.
  • Der Transportermarkt erreicht dank hoher Zuwächse von Vermieter- und Flottenzulassungen das Niveau von 2019.

 

Alle Marktsegmente legen zu

Der deutsche Pkw-Markt hat im vierten Monat in Folge ein hohes zweistelliges Wachstum erreicht. Im Juni 2021 wurden in Deutschland 274.152 Neuwagen bei den Zulassungsstellen angemeldet. Das entspricht einem Zuwachs von 24,5 Prozent zum Juni 2020. Bereinigt um 1,3 zusätzliche Arbeitstage bleibt ein Vorsprung von 20,9 Prozent.

 

Alle Verkaufskanäle haben ihre Neuzulassungen gesteigert, das allerdings mit sehr unterschiedlichen Raten. Im Fahrzeugbau ging es nur um 4,2 Prozent nach oben, wobei das Gros auf die zusätzlichen Arbeitstage entfällt. Auf der anderen Seite kletterten die Anmeldungen der Fuhrparkleitenden um satte 31,1 Prozent.

 

Einordnung zum Vorkrisenniveau

Dementsprechend unterscheidet sich auch die Einordnung der Monatszahlen je nach Marktsegment. Im Relevanten Flottenmarkt befindet sich die Nachfrage schon wieder auf Vorkrisenniveau. Der verbleibende Rückstand von 4 Prozent auf 2019 ergibt sich durch die andauernden Lieferschwierigkeiten. Ähnlich ist die Situation bei den Autovermietern, die bei besserer Lieferbarkeit wohl auch noch mehr Fahrzeuge zugelassen hätten.

 

Auch im Privatmarkt hat sich Rückstand auf 2019 verringert. Nach einem Minus von 34 Prozent im April und 37 Prozent im Mai waren es im Juni nur noch 22 Prozent Differenz. Die aufgestaute Nachfrage ist da, braucht aber nach Öffnung der Autohäuser etwas länger, um sich in den Zulassungszahlen wiederzufinden.

 

Bei den Eigenzulassungen von Fahrzeugbau und Fahrzeughandel wird die Situation vor allem durch den Halbleitermangel bestimmt. Solange die Produktion der Flaschenhals bleibt, gibt es keinen Grund für stärkere Verkaufsfördermaßnamen.

 

Flotten steigen von Diesel auf Elektro um

Die Markterholung hat bislang nichts am Trend zur Elektrifizierung geändert. Über alle Marktsegmente hinweg waren im Juni 23,6 Prozent aller Neuwagen BEVs oder Plug-In Hybride. Die EVs stehen damit kurz davor, den Diesel (Marktanteil 25,2 %) zu überholen.

 

Im Relevanten Flottenmarkt überschritt der BEV-Anteil die bisherige Höchstmarke aus dem Dezember 2020. Zusammen mit den PHEVs fahren fast ein Drittel (31,3 %) der neuen Firmenwagen mit Strom. Das geht auch hier zu Lasten von Dieselantrieben. Der Anteil der Selbstzünder in Flotten sank von 50,5 Prozent im Juni 2020 auf lediglich 36,0 Prozent im abgelaufenen Monat.

 

Bei den Transportern verdrängt die Marktnachfrage die Eigenzulassungen

Leichte Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities erreichten mit 49.371 Neuzulassungen in etwa das Niveau von Juni 2019 (49.739). Im Vergleich zum Juni 2020 liegt der Zuwachs bei 15,1 Prozent. Wachstumstreiber sind weiterhin die Autovermieter (+ 38,9 %) und die Flottenbetreiber (+ 27,1 %). Auffällig ist dagegen, dass Fahrzeugbau (-17,9 %) und Fahrzeughandel (- 13,2 %) weniger Transporter als vor Jahresfrist angemeldet haben. Angesichts der starken Marktnachfrage und der Engpässe in der Produktion standen wohl nicht mehr genügend Fahrzeuge für Eigenzulassungen zur Verfügung.

Flotten und Elektroautos stützen die Pkw-Nachfrage im Mai 2021

Dataforce Infografik Marktsegmente Mai 2021
  • Mit einem Zuwachs von 57,5 Prozent heben sich die Pkw-Neuzulassungen im Relevanten Flottenmarkt deutlich von der Gesamtmarktentwicklung im Mai 2021 ab (+37,2 %).
  • Zu 2019 bleibt auf Gesamtmarktebene trotzdem eine Lücke von 30,7 Prozent.
  • Elektroautos erreichen im Privat- und Flottenmarkt die höchsten Marktanteile seit Markteinführung
  • Der Transportermarkt erholt sich dank robuster Nachfrage von Flotten und Vermietern schneller.

 

Relevanter Flottenmarkt als Wachstumsmotor bei Pkw

Die Überschrift aus der letzten Monatsanalyse „Starkes Wachstum in allen Kanälen“ gilt auch für den Mai. Gegenüber dem pandemiebedingt niedrigen Vergleichszahlen aus dem Mai 2020 steigerten sich die Neuzulassungen um 37,2 Prozent. Das mit Abstand größte Wachstum gelang dem Relevanten Flottenmarkt (+57,5 %). Die anderen Marktsegmente erreichten Zuwachsraten zwischen 21,4 Prozent (Privatmarkt) und 43,0 Prozent (Autovermieter).

 

Die Pandemie ist noch spürbar

Näher an das Vorkrisenniveau kamen dabei nur die Autovermieter. Unter dem Einfluss von gleich zwei Arbeitstagen weniger vergrößerte sich in allen anderen Marktsegmenten der Abstand zwischen 2021 und 2019. Für den Gesamtmarkt ergibt sich im Mai eine Lücke von 30,7 Prozent nach 26,1 Prozent im April.

 

BEVs erobern noch mehr Marktanteile

Die schwächere Nachfrage geht weiterhin vor allem zu Lasten von Verbrennern. Elektroautos (+380 % zu 2020) und Plug-In Hybride (+303 %) setzen ihren Siegeszug weiter fort. Nach wie vor kommt die Nachfrage vor allem aus dem Relevanten Flottenmarkt und von Privatkunden. Hier erreichten die Marktanteile von BEVs mit 12,6 respektive 17,1 Prozent im Mai neue Rekordwerte. Unter Berücksichtigung der Plug-In Hybride fahren 30 Prozent der neuen Firmenwagen elektrisch – Tendenz steigend.

 

Vermieter decken sich mit Transportern ein

Auch der Transportermarkt konnte sich im Mai 2021 deutlich steigern. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kletterten die kombinierten Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und ihren als Pkw zugelassenen Varianten um 29,6 Prozent. Noch deutlich größer waren die Zuwächse im Relevanten Flottenmarkt (+45,6 %) und bei den Autovermietern (+61,1 %). Beide Kanäle erreichten in absoluten Zahlen die zweithöchsten Mai-Zulassungen nach 2019.

Deutscher Pkw-Markt im April 2021: Starkes Wachstum in allen Kanälen

infografik_5ersplit_april_2021 pkw markt deutschland
  • Das kräftige Wachstum im deutschen Pkw-Markt zieht sich im April 2021 durch alle Marktsegmente
  • Auch der Transportermarkt zieht deutlich an
  • Nur der Relevante Flottenmarkt erreicht das Niveau von 2018/2019
  • Im Privat- und Flottenmarkt fährt mehr als jeder vierte Neuwagen elektrisch

 

Zulassungen ziehen in allen Kanälen kräftig an

Im April 2021 wurden satte 90 Prozent mehr Neuwagen bei den deutschen Zulassungsstellen angemeldet als im April 2020. Alle Marktsegmente profitierten von diesem Wachstum. Mit einem Plus von 321,1 Prozent ging es bei den Autovermietern am stärksten nach oben. Am anderen Ende des Spektrums liegt der Privatmarkt, dessen Zulassungen um 55,5 Prozent stiegen.

 

Deutscher Pkw-Markt auch kumuliert im Plus

Auch in der kumulierten Betrachtung liegt der deutsche Pkw Markt nun vor 2020. Zwischen Januar und April kletterten die Neuzulassungen um 7,8 Prozent. Besonders positiv fällt hierbei die Bilanz für den Relevanten Flottenmarkt (+ 14,5 %) und für die Autovermieter aus (+14,8 %). Auf der anderen Seite liegt der Privatmarkt noch leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (-1,1 %).

 

Großer Abstand zum Niveau vor der Krise

Der Grund für das starke Wachstum ist natürlich der Basiseffekt mit dem drastischen Einbruch der Neuzulassungen während des ersten Lockdowns. Vom Vorkrisenniveau ist der Pkw-Markt noch ein ganzes Stück entfernt. Nur der Relevante Flottenmarkt kommt auf vergleichbare Zulassungen wie 2018/2019. Angesichts der weiter anhaltenden Einschränkungen im Fahrzeughandel ist das auch kein Wunder. In den Auslieferungen schlagen sich inzwischen fünf Monate mit geringeren Bestellungen nieder. Mit den sinkenden Inzidenz-, steigenden Impfzahlen und den großen Rücklagen vieler Haushalte wird sich die Nachfrage in den nächsten Wochen aber weiter erholen.

 

26,4 Prozent der Firmenwagen fahren elektrisch

Die Elektrifizierung der Neuwagen hält hingegen weiter an. Im April 2021 waren 22,1 Prozent der Pkw-Neuzulassungen Teil- oder Vollzeit Stromer. Bei Firmenwagen lag der Anteil sogar bei 26,4 Prozent. Die Hintergründe dieses Booms in Flotten werden in der Dataforce E-Mobilitätsstudie näher erörtert.

 

Aufschwung auch im Transportermarkt

Auch der Transportermarkt hat im vergangenen Monat einen starken Aufschwung erlebt. Im Vormonatsvergleich wurden 77,4 Prozent mehr leichte Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities zugelassen. Kumuliert liegt der Zeitraum Januar bis April damit 12,3 Prozent über 2020. Die Wachstumsraten nach Marktsegmenten ähneln denen des Pkw-Markts. Das Vorkrisenniveau 2018/2019 erreicht auch der Transportermarkt noch nicht. Das liegt aber vor allem an den schwächeren privaten Neuzulassungen, während der Relevante Flottenmarkt auch hier auf vergleichbare Zulassungen kommt.

Der März 2021 mausert sich zum Rekordmonat für den deutschen Fahrzeugmarkt

Dataforce Infografik Marktsegmente März 2021
  • Relevanter Flottenmarkt mit höchsten Märzzulassungen überhaupt
  • Elektrozulassungen im ersten Quartal 2021 übertreffen schon jetzt Gesamtjahr 2019
  • Auch die Transporterzulassungen erreichen neuen März-Bestwert

 

Im März 2021 hat die Pkw-Nachfrage in Deutschland wieder angezogen. Noch wichtiger als das Wachstum im Vergleich zu 2020 ist dabei der Blick auf die Zeit vor Beginn der Pandemie. Auch hier markieren die Märzzahlen eine Trendwerde, die Aufholjagd hat begonnen. Bereits jetzt zeigen sich in den einzelnen Marktsegmenten und bei den Kraftstoffarten neue Rekorde.

 

Neue Zulassungsrekorde im Flottenmarkt

So verzeichnete der Relevante Flottenmarkt mit knapp unter 85.000 Neuzulassungen den höchsten Wert für den Monat März seit Beginn der Dataforce Aufzeichnungen im Jahr 2001. Im Vorjahresvergleich kletterten die Neuzulassungen um 35,4 Prozent.

 

…und bei Transportern

Mit einem Rekordwert von 54.106 Neuzulassungen leichter Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities im März 2021 hat der Transportermarkt die Verluste aus den ersten beiden Monaten fast egalisiert. Die Steigerung im Vergleich zum März 2020 lag bei 33,2 Prozent. Kumuliert über das erste Quartal bleiben die Neuzulassungen nur noch 1,4 Prozent hinter 2020 zurück.

 

Jeder fünfte Neuwagen fährt elektrisch

Weitere Rekordwerte gab es bei der Entwicklung der Elektromobilität bei Pkw. Der Anteil Batterie-elektrischer Pkw (BEVs) und Plug-in-Hybride (PHEVs) erreichte im März 2021 22,5 Prozent. Zugelassen werden die Elektroautos vor allem als Firmenwagen (Anteil in Flotte 28,9 %) und im Privatmarkt (27,1 %). Über das erste Quartal hinweg wurden so schon 75 Prozent mehr PHEVs und 2 Prozent mehr BEVs zugelassen als im Gesamtjahr 2019!

 

Langsame Erholung im Privatmarkt

Auch für den Privatmarkt ging es wieder bergauf. Im Vergleich zum März 2020, dem ersten Pandemiemonat, stiegen die Neuzulassungen um 23,1 Prozent. Gegenüber 2019 hat sich der Abstand verringert: Von – 44 Prozent im Januar und – 39 Prozent im Februar auf – 19 Prozent im März. Hauptgrund ist, dass die Nachwirkungen der auf Dezember 2020 vorgezogenen Käufe den Markt nun weniger belasten.

 

Lockdown und Halbleitermangel bremsen taktische Zulassungen

Mit einem Plus von 47,3 Prozent war in den Sondereinflüssen das Wachstum gegenüber 2020 am größten. Das liegt allerdings vor allem an den niedrigen Vergleichswerten aus dem letzten März. Gegenüber 2019 fehlt noch immer 24 Prozent. Allerdings leiden diese Kanäle auch am stärksten unter dem Lockdown und den Produktionsausfällen durch den Halbleitermangel.

Pkw-Marktsegmente Februar 2021: Privatkäufer stellen auf Elektro um

Dataforce Infografik PKW Transporter Neuzulassungen Februar 2021 nach Segment relevanter Flottenmarkt, privat, Fahrzeugbau, Fahrzeughandel, Autovermieter
  • Im Februar 2021 hat der Relevante Flottenmarkt mit einem Minus von 10,8 Prozent erneut deutlich besser als der Gesamtmarkt (- 19,0 %) abgeschnitten.
  • Im Privatmarkt haben sich die Plug-In-Hybrid-Zulassungen verfünffacht, aber die der Benziner halbiert.
  • Die geringere Privatnachfrage zieht den Transportermarkt erneut ins Minus.

 

Auch im Februar 2021 hinterließ der Lockdown deutliche Bremsspuren in den deutschen Pkw-Neuzulassungen. Bei einer identischen Anzahl an Arbeitstagen gab der Markt im Vergleich zum Februar 2020 um 19,0 Prozent nach. Immerhin ist das eine deutliche Verbesserung zum letzten Monat. Zwischen Januar 2021 und 2020 waren die Neuzulassungen noch um 31,1 Prozent zurückgegangen.

 

Umbruch bei Kraftstoffen im Privatmarkt

Wie schon im Januar war der Privatmarkt erneut am stärksten betroffen. Neben den Händlerschließungen wirkt auch die Mehrwertsteuererhöhung noch nach, so dass private Halter im Februar 26,8 Prozent weniger Neuwagen anmeldeten.

 

Die vorläufige Auswertung nach Kraftstoffarten zeigt einen Umbruch im Privatmarkt. Während sich die Neuzulassungen von Benzinern und Benzinhybriden fast halbierten (- 48 %) haben sich die Plug-In-Hybride binnen Jahresfrist verfünffacht (+ 410 %) und die der BEVs verdreifacht (+ 210 %)! Sicherlich hilft hierbei auch, dass diese Autos wegen der langen Lieferzeiten noch deutlich vor dem Lockdown bestellt wurden.

 

Flottenzulassungen auf dem Niveau von 2018

Im Relevanten Flottenmarkt war der Rückgang mit 10,8 Prozent deutlich moderater als im Privatmarkt. Absolut lagen die Neuzulassungen auf dem Niveau von Februar 2018. Gerade größere Flotten sind nicht auf den Kontakt zum Händler angewiesen. Unter den Firmenwagen konnte jedes vierte angemeldete Auto extern geladen werden.

 

Bei den Autovermietern und im Fahrzeugbau deutet sich eine Erholung an

Bei den übrigen gewerblichen Neuzulassungen zeigt sich ein gemischtes Bild. Der Fahrzeughandel fuhr seine Eigenzulassungen im Lockdown um 25,1 Prozent zurück. Dagegen war das Minus im Fahrzeugbau unter allen Marktsegmenten am geringsten. Im Vergleich zum Februar 2020 sanken die Neuregistrierungen um 9,9 Prozent.

 

Bei den Autovermietern bessert sich die Lage allmählich. Zwischen März 2020 und Januar 2021 meldeten diese 35 Prozent weniger Neuwagen an. Im Februar 2021 verringerte sich das Minus trotz Lockdown auf 14,2 Prozent.

 

Transportermarkt

Auch der Transportermarkt musste einen weiteren Rückgang der Neuzulassungen hinnehmen. Im Februar 2021 gaben die Registrierungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,7 Prozent nach. Hauptgrund dafür war der Rückgang der privaten Neuzulassungen, der mit 26,0 Prozent ähnlich stark wie bei den Pkw ausfiel. Auch hier machten sich der Lockdown und die höhere Mehrwertsteuer bemerkbar.

 

Im Relevanten Flottenmarkt verringerte sich das Minus hingegen deutlich. Mit 19.657 leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities kam das Segment bis auf 5,1 Prozent an das Niveau des Vorjahresmonats heran. Bei den Autovermietern gab es sogar ein leichtes Plus von 1,0 Prozent.

Tiefpunkt bei privaten Pkw-Zulassungen im Januar

Dataforce Infografik PKW Transporter Neuzulassungen Privat Fahrzeugbau Fahrzeughandel Autovermieter Januar 2021
  • Privatmarkt und Fahrzeughandel mit tiefstem Januarzulassungen seit Beginn der Dataforce-Aufzeichnungen
  • 28 Prozent der verbliebenen Privatzulassungen fahren elektrisch
  • Auch der Transportermarkt bricht ein (- 26,3 %)

 

Auf den Boom im Dezember folgte der Kater im Januar

In der Neuzulassungsstatistik fehlten die vorgezogenen Anmeldungen aus dem Dezember 2020. Hinzu kommen die Schließung der Fahrzeughändler und Einschränkungen im Zulassungsprozess, die insbesondere dem Privatmarkt einen Dämpfer versetzt haben. Schließlich standen im Vergleich zum Januar 2020 zwei Arbeitstage weniger zur Verfügung.

 

Im Ergebnis lagen die Neuzulassungen von privaten Haltern und dem Fahrzeughandel mit lediglich rund 49.000 respektive 33.000 Pkw 2021 so niedrig wie in keinem Januar seit Beginn der Dataforce Aufzeichnungen vor 21 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug das Minus 37,2 Prozent im Privatmarkt und 34,9 Prozent im Fahrzeughandel. Auch die übrigen Marktsegmente zeigten sich mit Rückgängen zwischen 16,0 und 50,8 Prozent tiefrot. Der Gesamtmarkt brach um 31,1 Prozent ein.

 

Stromer weiter im Aufwärtstrend

In der vorläufigen Auswertung zu Kraftstoffarten setzt sich der Aufwärtstrend bei Elektroautos fort. Obwohl aufgrund der EU CO2-Ziele einige Anmeldungen in den Dezember verlagert wurden, liegen die Gesamtmarktanteile von BEVs (10 %) und PHEVs (12 %) schon wieder auf dem gleichen Niveau wie vor zwei Monaten.

 

Private Käufer setzen sogar zu 28 Prozent auf Fahrzeuge mit Stecker, wenn sie trotz der widrigen Umstände einen Neuwagen zuließen. Möglicherweise kommt es hier zu einem Nachschleppen, weil nicht alle bestellten Autos wie von den Käufern gewünscht im Dezember ausgeliefert und zugelassen werden konnten.

 

Transportermarkt verliert 26,3 Prozent

Auch der Transportermarkt kam im Januar nicht unbeschadet davon. Mit absolut rund 29.000 Neuzulassungen war das Marktvolumen so niedrig wie zuletzt 2016. Innerhalb der Marktsegmente traf es den Privatmarkt mit einem Minus von 33,4 Prozent am stärksten. Der Fahrzeugbau kam einem Minus von 16,2 Prozent noch am nächsten an seine Vergleichswerte heran.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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