BMW 330i: Der siebte Dreier

Frankfurt, 24.04.19

Seit 1975 setzt die Mittelklasse von BMW die Standards für sportliche Kompaktlimousinen – die neueste Generation tritt also ein schweres Erbe an. Hat das Auto das Zeug, den Kult weiterzuführen? Unser Fahrbericht.

Gerade wurden die Vorgängermodelle zum beliebtesten Gebrauchtwagen gekürt, da erblickt die 7. Generation des legendären BMW Dreiers das Licht der Welt. Der Größenzuwachs von 76 Millimetern in der Länge und 16 Millimetern in der Breite verleihen dem Bayern einen noch breiteren, geduckten Auftritt. Den Look mit den präzisen Linien und den modellierten Flächen fanden auch die Dataforce-Testfahrer gelungen. „Die große Niere mit der aktiven Aerodynamik fällt sofort positiv auf“, notiert einer unserer Piloten, die neue Generation wirke „schärfer und aggressiver“. Ein anderer findet gar, dass der Dreier „der einzige Wagen im Segment ist, der tatsächlich wie eine sportliche Limousine aussieht“ – kurzer Überhang und lang gestreckte Haube sind die Attribute, die seit jeher einen Mittelklasse-BMW zu einer besonderen Erscheinung machen.

Sprachsteuerung mit eigenem Assistenten

Im Innenraum setzt sich der positive Eindruck fort, alles wirke „sehr wertig“, so der Eindruck unserer Probefahrer. Das BMW-typisch auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit wird heute auf Wunsch mit zwei großen Touchscreens ausgeliefert – die aber kaum noch mit den Händen berührt werden. Denn: Die Gesten- und Sprachsteuerung mit dem neuen BMW Intelligent Personal Assistent gelingt so perfekt, dass die Hände gerne am Lenkrad bleiben.

Das System verfügt über eine aufreizende Perfektion, so dass unsere Testpiloten anfingen, Scherze mit „Hey BMW“ zu treiben – aber erst die Frage nach dem eigenen Befinden blieb unbeantwortet. Ansonsten kann der Avatar – auch mit individuellem Namen konfigurierbar, wie wär‘s mit „Hey, Joe“ – so ziemlich alles, vom Auto öffnen via Handy bis zur Heizungsregulierung oder dem Auffinden von Navigationszielen inklusive Kaffeebistro und Parkplatz. Einer unserer Testfahrer war bei so viel Automation angenehm überrascht, dass ein Hightech-Fahrzeug wie der neue BMW Dreier noch mit herkömmlichen Bedienknöpfen für Radio und Klimaanlage ausgestattet ist.

Das größte Erlebnis in einem BMW – speziell, wenn es sich, wie in unserem Fall, um einen 330i mit einem 2-Liter-Twinturbo-Aggregat handelt – bleibt aber der pure Fahrgenuss. Durch konsequente Leichtbauweise, Verbesserung der Federelemente und Dämpfer und noch mehr Kraft wird der BMW zum Kurvenräuber. Der Sport-Modus erlaubt tatsächlich eine „Freude am Fahren“, die nur mit einem BMW zu erreichen ist. Unsere Tester fassen das so zusammen: „agil, präzise, und geschmeidig“, die Rückmeldung der Straße sei „deutlich und sportlich, aber nicht unangenehm“, das Fahrwerk sei „sensationell abgestimmt“, der Wagen fahre „wie auf Schienen“, durch die sehr direkte Lenkung jederzeit „wunderbar beherrschbar“. Geschuldet ist die einzigartige Autoerfahrung der hohen Lenkpräzision (Heckantrieb bleibt Heckantrieb), agilem Handling, konsequenter Fahrdynamik und einer mit 50:50 absolut ausbalancierten Achslastverteilung.

Assistenten für alle Autofälle

Ein weiteres Erlebnis ist die Präzision, mit der die Münchner mittlerweile Assistenzsysteme einsetzen. Der Spurassistent etwa gibt mit einem „leichten Vibrieren am Lenkrad“ bekannt, dass der Fahrer sich über die Linie bewegt. Der Pilot „fasst schnell Vertrauen“ und lässt den flotten Bajuwaren auch ein paar Schritte autonom fahren, die Systeme gäben „ein sehr sicheres Gefühl“, wie einer unserer Testfahrer anmerkt.

Das von BMW „Driving Assistent“ genannte Assistenzpaket umfasst unter anderem Lenk- und Spurassistent, Engstellenunterstützung, Gefahrenwarner, Verkehrszeichenerkennung, Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion und Seitenkollisionsschutz. Kamerabilder, Radar und Ultraschallsensoren liefern die Daten für eine umfassende Hilfestellung für den Fahrer – vom Stauverkehr bis zum Einparken.

Klar, dass der neue Dreier auch in puncto Infotainment und Konnektivität aus dem Vollen schöpft. USB-Anschlüsse, Wireless Charging und andere Selbstverständlichkeiten wollen wir gar nicht erst erwähnen. Schon das Head-up-display, so begeistern sich unsere Tester, sei „wunderschön“, mit vielen Funktionen ausgestattet und allein schon ein Grund, sich für eine Münchner Edellimousine zu entscheiden.

Fazit: Der Mittelklasse-BMW wird auch in der siebten Generation ein beliebtes Firmenfahrzeug. Das Erlebnis, einen Dreier zu fahren, bleibt auch in der neuen Version einzigartig. Als Premiumfahrzeug belastet das bayrische Edelgefährt das Budget schon etwas mehr, der möglicherweise höhere Einstandspreis dürfte aber durch besonders hohe Wiederverkaufswerte relativiert werden. Als Firmenwagen besonders interessant sind die Kombis und der Hybrid, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Interessante Ausstattungspakete für Vielfahrer machen die Entscheidung für den Klassiker noch leichter.

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Fotos: © BMW AG / Dataforce GmbH

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