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Dieselkrise – ganz ohne geht’s doch nicht

Frankfurt, 28.02.18

Diesel sind trotz aller Diskussionen nicht aus dem Fuhrparkalltag wegzudenken. Eine echte Alternative ist nicht in Sicht. Die Selbstzünder dominieren nach wie vor den Flottenfuhrpark. Das hat sich im Januar 2018 nicht geändert, auch wenn deren Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufig sind (-7,3 Prozent). Die anstehende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes im Februar löste in den vergangenen Monaten keine Panikverkäufe aus, die Flottenmanager haben sich auf das veränderte Szenario eingestellt. Die Gretchenfrage ist das Alter der Fahrzeuge oder anders ausgedrückt, der Anteil der Euro-4 oder Euro-5 Motoren in der Flotte.

Kürzere Verweildauer in der Flotte

„Das Autojahr 2017 hat mehrere Facetten: mehr Neuzulassungen, aber weniger Besitzumschreibungen“, erklärte Jürgen Kaprinski, Präsident des Zentralverbands des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Das bestätigt auch ein Vergleich von Dataforce, je weniger Fahrzeuge in einem Unternehmen, umso länger werden sie gefahren. In Unternehmen mit nur einem Fahrzeug war dieses 2010 bei nahezu einem Drittel älter als acht Jahre, bei einer Fuhrparkgrößenklasse von zwei bis vier sinkt der Wert auf knapp ein Fünftel. Diese Anteile sind 2017 sogar leicht angestiegen auf 29,6 und 21,1 Prozent. Hier finden sich noch Euro-4 und Euro-5 Diesel, die konsequent weitergefahren werden – der Restwert wäre uninteressant. Vor allem das drohende Fahrverbot mache gebrauchte Diesel nahezu unverkäuflich, so der ZDK.

In größeren Fuhrparks dagegen werden die Autos zunehmend schneller ausgetauscht.

Ob fünf oder mehr als 500 Fahrzeuge im Dienst des Unternehmens unterwegs sind, 2010 wurden knapp 40 beziehungsweise 50 Prozent der Autos nach 1-3 Jahren getauscht. Sieben Jahre später wird ein Fünftel bis ein Drittel der Wagen bereits innerhalb des ersten Jahres ersetzt. Das heißt, der Euro-6 Anteil steigt und damit lässt sich dem Entscheid aus Leipzig entspannt entgegensehen.

Entsprechend der Automobilwoche bestehen die Flotten heute mehrheitlich (66 Prozent des Gesamtfahrzeugvolumens) aus modernen Euro-6-Fahrzeugen und anders als auf dem Privatmarkt macht der Euro-5-Diesel Anteil nur noch 23 Prozent des gesamten Flottenaufkommens aus, gefolgt von Benzinern (7 Prozent) und den alternativen Antrieben Gas und Hybrid/Elektro (je 2 Prozent).

Der Gesamtmarkt zum Jahresauftakt

Der deutsche Pkw-Markt startete mit einem neuen Januar Bestwert in das Jahr 2018 und wuchs um 11,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach der von Dataforce durchgeführten arbeitstäglichen Bereinigung liegt das Plus immer noch bei 10,4 Prozent.

Nach dem Rekordjahr 2017 blieb der Relevante Flottenmarkt (gewerbliche Neuzulassungen ohne Fahrzeugbau, -handel und Autovermieter) weiterhin auf seinem Wachstumskurs und stieg im Januar um 9,4 Prozent an, arbeitstäglich bereinigt um 8,2 Prozent – ein neuer Bestwert im ersten Monat des Jahres.

Ganz klar, für den Januarzuwachs sind Benziner mit einem enormen Plus von 45,1 Prozent verantwortlich während Dieselneuzulassungen um 7,3 Prozent rückläufig waren. Der Dieselanteil ist damit von 64,4 Prozent (in 2017) auf 59,7 Prozent (im Januar 2018) gesunken. Benziner erreichen einen Anteil von 35,7 Prozent (gegenüber 31,9 Prozent in 2017).

Auch wenn Elektro- und Hybridfahrzeuge ständig diskutiert werden, einen relevanten Anteil nehmen sie im Flottenalltag noch nicht ein. Doch es tut sich etwas. Im Januar 2018 stiegen Neuzulassungen (gegenüber dem Vorjahresmonat) für Elektroautos um 91,6 Prozent auf 862 Fahrzeuge, für Hybridantrieb um 93,7 Prozent auf 1.827 Fahrzeuge und erdgasbetriebene Autos gar um 105,1 Prozent auf 201 Fahrzeuge. Zum Vergleich: Auf dem privaten Automarkt legten unter den alternativen Antriebsarten vor allem Elektrofahrzeuge zu (plus 203,3 Prozent). Das entspricht 1.180 Neuzulassungen.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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