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Fahrbericht Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio: Sorry, liebe Nachbarn

Frankfurt, 28.02.18

Der erste Eindruck

Dass es sich bei der neuen Giulia Quadrifoglio um einen waschechten Alfa Romeo mit einem „Cuore Sportivo“, einem sportlichen Herz, handelt, ist jedem unserer Testfahrer bei der ersten Begegnung sofort klar. Der optische Eindruck wird aber differenziert betrachtet. Von vorne wirkt die Replik auf die legendäre Giulia eher grazil und italienisch elegant. Erst wenn man das Topmodell von allen Seiten betrachtet, wird klar: Hier steht ein italienischer Sportwagen reinsten Wassers auf dem Parkplatz. Der eine Probefahrer spricht von einem „muskulösem Auftritt“, der nächste von einer „auf Anhieb“ ins Auge springenden Sportlichkeit, die allerdings dezent und „ohne Protzerei“ daherkommt. Die 510 rassigen italienischen Pferdchen, die unter der Haube warten, verbergen sich gut. Und die Überraschung: Das Auto ist groß.

Das Design

Alfas haben in den letzten Jahren ihrer italienischen Herkunft alle Ehre gemacht, was das Design betrifft. Die neue Giulia macht da keine Ausnahme: Das „Kleeblatt“, wie Quadrifoglio auf Deutsch heißt, als Topversion wirkt „elegant mit sportlichem Touch“. Der Alfa zeige sich „von vorne eher dezent“, der klassische V-Lufteinlass und die alfatypischen Scheinwerfer unterstreichen den markanten Auftritt. Das Heck macht in den Augen der Probanten allerdings deutlich, dass hier zwar eine Limousine mit eleganten Coupélinien steht, aber eine schnelle: Carbonspoiler, Diffusor, gelbe Brembobremse, Luftschlitze auf der Haube und gleich vier Endrohre vermitteln allen Testern Leidenschaft und Dynamik.

Im Innenraum setzt sich das dezente, aber deutlich Sportive des Alfas fort – ohne die Wurzeln italienischen Designs zu vernachlässigen. Das kleine Lenkrad mit Carbon- und Wildlederelementen wird besonders gelobt – ein „Handschmeichler“, auch das Armaturenbrett und seine fließende Verschmelzung der Materialien findet Gefallen. Eine Testerin bringt das Design im Innenraum auf den Punkt: „schickes Interieur, aufs Wesentliche reduziert“. Besonders schön auch die liebevollen Details: Grüne Ziernähte im Armaturenbrett lassen sogar das Handschuhfach wie ein Designerhandtäschchen wirken.

Technik

Wofür wurde dieses Auto gemacht?, fragt sich einer der Fahrer, um sich gleich selbst die Antwort zu geben: für den Spaß und den Genuss am Autofahren. Vier Fahrtmodi (A für Allterrain auf schlüpfriger Piste, N für normal, D für sportliche Gangart und Race für pures Fahrerlebnis ohne alle Assistenzsysteme, dafür mit offenen Auspuffklappen und entsprechender Geräuschkulisse) stehen zur Verfügung, um die brachiale Motorleistung irgendwo zwischen sanft gleitend und rennmäßig straff zu bewegen. Im Racemodus, heben alle Tester hervor, sei das Auto wie entfesselt, man brauche allerdings Übung und wache Sinne, werde aber mit „einem permanenten breiten Grinsen“, beeindruckendem Rennsound und neidischen Blicken („Sorry, Nachbarn“) belohnt – allerdings auch mit einer üppigen Tankrechnung, die 510 rassigen italienischen Pferdchen wollen getränkt werden. Umso erstaunter waren die Probefahrer, dass der Alfa mit seiner Zylinderabschaltung, Start/Stopp-Automatik und in ruhigerer Gangart durchaus auch zu Verbrauchswerten unter zehn Litern zu bewegen ist, so dass er sich als ein wenn auch etwas anderer Dienstwagen empfehle – schon allein deshalb, weil die Giulia auch in einem normalen Fahrmodus enormen Spaß macht.

Zumal im Cockpit alles an seinem Platz ist, intuitiv zu bedienen, die Knöpfe an den richtigen Stellen, ergonomisch und funktional. Der Testwagen hatte die wichtigsten Assistenzsysteme an Bord, der Spurassistent verrichtet zuverlässig seinen Dienst, die Kamera sorgt für gute Rundumsicht. Bemängelt wurde lediglich die Feinjustierung beim Navi, das ein wenig altbacken wirke, auch der Sprachassistent schien nicht auf alle deutschen Stimmen richtig zu hören. Doch, so beruhigte sich ein Tester, dem Navi verzeihe der Fahrer auch einen größeren Umweg, denn in diesem Alfa bedeutet eine längere Fahrstrecke eben auch mehr Fahrspaß.

Komfort und Alltagstauglichkeit

Dass der Alfa trotz schlanker Coupélinie innen sehr groß und edel wirkt, hoben mehrere Dataforce-Piloten hervor. In der Tat fühlten sich auch Fondpassagiere nicht beengt. Die Giulia ist nicht nur auf der Rennstrecke zuhause, auch auf Langstrecken rolle der Wagen „ruhig und sicher“, selbst beim langsamen Dahingleiten komme nichts als pure Autolaune auf. Wobei der Alfa Romeo sofort auf „agil und flott“ umschalten kann, kurzer Tipper aufs Gaspedal genügt. Ein Tester hob besonders das Understatement hervor, das selbst die Spitzenmotorisierung vermittle – für deutsche Verhältnisse ist ein italienisches Rennpferdchen in der Flotte eben immer noch ein Exot.

Highlights

Ein Alfa ist ein Alfa, keiner unserer Tester blieb von dem Turiner Meisterwerk unberührt. Von einem „unglaublichen Fahrspaß“ berichten alle unisono. Und: die Giulia sei auch in puncto Design ein „echter Hingucker“. Die Ausstattung des Spitzenmodells „Quadrifoglio“ – man erkennt es am grünen Kleeblatt auf der C-Säule – lasse keine Wünsche offen: Einparkhilfe, Auffahrwarnung, Totwinkelwarner, Spurhalteassistent sind an Bord. Besonders nutzerfreundlich: Der Sitz fährt beim Einsteigen zurück und gleitet mit dem Motorstart wieder in die voreingestellte Fahrerposition. Und natürlich fehlen auch die Lobeshymnen für das „Cuore sportivo“ in diesem Alfa nicht: Der Biturbo V-6 garantiert in jeder Situation Fahrspaß und satte Leistung. Überholvorgänge, beschleunigen und Kurvenfahrten geraten zum puren Vergnügen.

Gesamteindruck und Empfehlung

Vielleicht ist der Quadrifoglio ein wenig übermotorisiert im Alltagsbetrieb und eher für Enthusiasten die erste Wahl als Dienstwagen – die allerdings kommen voll auf ihre Kosten. Mit der Giulia ist den Turinern ein echter Alfa gelungen, der sonst durchaus als Flottenfahrzeug in Betracht kommt. Groß, edel, dezent gestaltet, gut ausgestattet und leicht understated wie gut sitzende italienische Schuhe: Erst auf den zweiten Blick erschließen sich alle Qualitäten. Der würdige Nachfolger einer Legende.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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