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Entwicklung des deutschen Pkw- und Transportermarktes 2022

Frankfurt, 08.02.22

Deutlicher Aufschwung zu Beginn des Jahres

Dataforce Infografik Marktsegmente Januar 2022
  • Der Privatmarkt profitiert mit einem Wachstum von 32 Prozent besonders von der im Jahr 2022 ausbleibenden Mehrwertsteuererhöhung.
  • Bessere Lieferbarkeit von Benzinern trägt das überdurchschnittliche Wachstum im Gesamt- und Privatmarkt.
  • Der Transportermarkt bleibt leicht hinter dem Pkw-Markt zurück.

 

Pkw-Neuzulassungen mit deutlichem Aufschwung

Der deutsche Pkw-Markt legte mit 184.112 Neuzulassungen zu Beginn von 2022 einen guten Start hin. Das entspricht einem Gesamtmarkt-Plus von 8,5 Prozent gegenüber Januar 2021. Dabei sticht besonders der Privatmarkt mit +32,0 Prozent heraus, gefolgt vom Autovermieter Kanal mit +19,9 Prozent. Der Relevante Flottenmarkt blieb nahezu unverändert mit einem leichten Plus von 0,7 Prozent. Nicht so gut sah es allerdings für den Fahrzeugbau sowie für den Fahrzeughandel aus. Ersterer verlor mit -12,4 Prozent deutlicher, während der Handel um -6,6 Prozent einbüßte. Sondereinflüsse insgesamt korrigierten den Gesamtmarkt um -2,7 Prozent nach unten.

 

Jahresstart für Gesamtmarkt besser als erwartet

Um die Januar 2022 Zahlen für den Pkw-Markt ein wenig besser einordnen zu können, sollte man einen Blick auf den Vorjahresmonat werfen. Der Januar 2021 stand durch zwei Faktoren besonders unter Druck, nämlich erstens durch den in Deutschland verhängten Corona-Lockdown und zweitens durch die angesetzte Mehrwertsteuererhöhung. Damals wurden Zulassungen aus steuerlichen Gründen in den Dezember 2020 vorgezogen, die folglich im Januar 2021 fehlten. Auch ein zusätzlicher Arbeitstag begünstigte das höhere Zulassungsniveau.

Dennoch ist die Entwicklung im Januar dieses Jahres nicht nur im Vergleich zum Vorjahresmonat positiv, auch für sich betrachtet sind die Zahlen besser als erwartet. Es lässt sich bereits ein deutlicher Aufwärts-Trend in den Daten ausmachen, was Anlass zur Annahme gibt, dass der negative Einfluss der Pandemie auf den deutschen Pkw-Markt langsam, aber sicher abnimmt. So erreicht der Januar 2022 bereits 76 Prozent des mittleren Januar Zulassungsniveaus der Vor-Corona-Jahre (2015-2019).

 

Benziner sind verantwortlich für Wachstum

Der allgemeine Aufwärtstrend im Gesamtmarkt wird besonders von einer deutlichen Erholung bei den Benzinern und Benzin-Hybriden (+16,4 Prozent) getragen, die durch den sich langsam auflösenden Halbleitermangel wieder vermehrt ausgeliefert werden konnten. Im Privatmarkt ist diese Entwicklung sogar noch deutlicher zu erkennen, was eine Erklärung für dessen gutes Abschneiden sein könnte. Dort wuchsen die Zahlen für Benziner Neuzulassungen um ganze +49,6 Prozent an, die damit sogar das starke Wachstum von BEVs (+28,0 Prozent) schlagen konnten.

 

Transportermarkt mit leichtem Aufschwung

Bei den leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities zeichnet sich ein ähnliches Bild wie bei den Pkw-Neuzulassungen ab. Der Gesamtmarkt legte mit 30.138 Neuzulassungen im Vergleich zu Januar 2021 zu, allerdings mit +4 Prozent etwas geringer als der Pkw-Markt. Der Privatmarkt wuchs ebenfalls stark mit +15,2 Prozent.

Auffällig ist ein beachtlicher Anstieg bei den Autovermietern, die ein Wachstum von +142,3 Prozent verzeichnen können. Historisch betrachtet weist der Kanal niedrige Januar Zahlen auf, 2022 ist dies nicht der Fall. Grund hierfür könnte sein, dass Logistikunternehmen vermehrt auf Miettransporter für ihr Geschäft setzen.

Wie bei den Pkw sanken bei den Transportern ebenfalls die Segmente des Fahrzeugbaus und der Händler. Mit -29,0 Prozent und -3,2 Prozent starteten die beiden Kanäle negativ ins neue Jahr.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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