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40 % der deutschen Privatkäufer entscheiden sich im November für ein Elektroauto

Frankfurt, 08.12.21

  • Mit Rückgängen von 31,7 Prozent bei den Pkw und 29,0 Prozent bei den Transportern bleibt der deutsche Fahrzeugmarkt im November 2021 fest im Griff der Halbleiterkrise.
  • Demgegenüber steigen die Zulassungen von BEVs um 39,0 Prozent. Im Privatmarkt erreichen sie zusammen mit PHEVs einen Marktanteil von 40,0 Prozent.

 

Gesamtmarkt Marktsegmententwicklung

Der deutsche Pkw Markt blieb im November 2021 im Zulassungstief. 198.258 Neuzulassungen entsprechen einem Rückgang von 31,7 Prozent im Vergleich zum November 2020. Der Grund für das anhaltend niedrige Niveau ist weiterhin der Mangel an Vorprodukten, vor allem Halbleiter. Die Fahrzeughersteller müssen ihre Produktion immer wieder unterbrechen und können die hohe Nachfrage nicht bedienen. Auch für den Dezember ist keine Besserung in Sicht. Die Dataforce Prognose für 2021 fällt daher auf 2,6 Millionen Neuzulassungen, was einem Minus von 11,5 Prozent zu 2020 entspricht.

Marktsegmententwicklung

Die mangelnde Verfügbarkeit von Neuwagen schlägt sich in allen Marktsegmenten nieder. Am stärksten rückläufig waren die Eigenzulassungen des Fahrzeughandels mit einem Minus von 36,6 Prozent. Der Relevante Flottenmarkt (-29,9 %), der Privatmarkt (-33,4 %) und die Autovermieter (-28,6 %) bewegen sich hingegen näher am Trend der Gesamtmarktentwicklung.

 

Auf den ersten Blick überraschen die Zahlen für den Fahrzeugbau. Mit einem Minus von „nur“ 19,6 Prozent hebt sich der Kanal deutlich vom Gesamtmarkt ab. Das liegt aber nicht daran, dass die Hersteller Fahrzeuge bunkern, sondern dass sie bereits im November 2020 nur sehr wenige Eigenzulassungen getätigt haben. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Novemberzulassungen der Jahre 2016 – 2020 gingen die Herstellerzulassungen sogar um 41,8 Prozent zurück.

 

Jahresendspurt bei Elektroautos

Die Elektrifizierung des deutschen Pkw-Markts hat sich im November nochmals beschleunigt. Im Gegensatz zum fallenden Gesamtmarkt zogen die Neuzulassungen batterie-elektrischer Pkw (BEVs) im Vergleich zum November 2020 um 39,0 Prozent an. Ihr Marktanteil kletterte damit auf 20,3 Prozent, ganze 3,2 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Plug-In-Hybride (PHEVs) mussten zwar einen Rückgang der Neuzulassungen von 8,9 Prozent hinnehmen, da sie sich aber besser als der Gesamtmarkt entwickelten, stieg ihr Marktanteil ebenfalls an und zwar auf 14,1 Prozent. Besonders eindrucksvoll war die Entwicklung im Privatmarkt. Hier erreichten BEVs und PHEVs zusammen erstmals einen Marktanteil von 40 Prozent.

 

Für diesen Anstieg gibt es neben der allmählich steigenden Akzeptanz gegenüber Elektroantrieben noch weitere Gründe. Zum einen verwenden die Hersteller ihre vorhandenen Halbleiter bevorzugt für Stromer und stoppen eher die Produktion von Dieseln und Benzinern. Das gilt insbesondere für diejenigen, die zum Jahresende noch ihre CO2-Bilanz verbessern müssen, um die EU-Vorgaben einzuhalten. Zum anderen haben die Unsicherheiten über die zukünftige Förderung zu einem Vorzieheffekt geführt, denn bislang fehlt eine gesetzliche Regelung, um Umweltbonus und Innovationsprämie über das Jahr 2021 hinaus auszuzahlen.

 

Transporter bleiben Mangelware

Die Produktionsausfälle betreffen inzwischen alle Kraftfahrzeugtypen, und so hat auch der Transportermarkt im November weiter nachgegeben. Die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities fielen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29,0 Prozent. Unter den Marktsegmenten überrascht in dieser Situation ebenfalls der Fahrzeugbau mit einem Zuwachs um 41,6 Prozent. Wie auch bei den Pkw ist das vor allem ein statistischer Effekt aufgrund des niedrigen Vergleichsniveaus im November 2020. In einer mehrjährigen Betrachtung fallen nämlich auch die Fahrzeugbauzulassungen stark unterdurchschnittlich aus.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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