- Im April 2026 sind die privaten Neuzulassungen um 8 Prozent, private BEV-Neuzulassungen sogar um 85 Prozent gestiegen. Der Privatmarkt liegt beim Elektroanteil wieder vor dem Flottenmarkt.
- Eigenzulassungen verlagern sich weiterhin vom Handel direkt zu den Herstellern und Importeuren.
- Pkw-Zulassungen im Flottenmarkt (-3,6 %) und der Transportermarkt (-6,2 %) leiden zunehmend unter dem Ölpreisschock.
Privatkunden und Eigenzulassungen der Hersteller stützen den Markt im April
Im April 2026 ist der deutsche Pkw-Markt bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen wie im April 2025 um 2,7 Prozent gestiegen. Die Dataforce-Auswertung der Verkaufskanäle zeigt, dass das Gesamtmarktwachstum im April vor allem durch Privatkunden (+6.704 Einheiten, +8,2 %) und durch die Eigenzulassungen des Fahrzeugbaus (+4.014 Einheiten, +18,0 %) getrieben worden sind. Die Flottenzulassungen haben sich mit minus 3,6 Prozent hingegen erneut negativ entwickelt. Gleiches gilt für die Eigenzulassungen des Fahrzeughandels (-6,0 %).
Damit setzen sich die bereits 2025 sichtbaren Entwicklungen weiter fort. Statt des Fahrzeughandels werden immer mehr die Hersteller selbst das Ventil für taktische Zulassungen bei kurzfristigen Überkapazitäten am Markt.
Die Flottenzulassungen leiden dagegen weiter unter der schwachen Konjunktur und der erhöhten wirtschaftlichen Unsicherheit. Das bremst zwar auch den Privatmarkt, hier trifft jedoch ein erheblicher Nachholbedarf aus den letzten Jahren auf positive Anreize durch Kaufförderung und Rabatte.
Bei den Autovermietern gab es nach dem starken Anstieg zu Jahresanfang nun nur noch geringe Veränderungen (+1,8 %). Es bestätigt sich die Annahme, dass Vermieter ihre Fahrzeuge lediglich früher im Jahr zugelassen haben.
Ein Drittel der Privatkunden entscheidet sich für Elektroautos
Der wichtigste Grund, warum private Käuferinnen und Käufer sich wieder mehr neue Autos anschaffen, ist der Umstieg auf Elektromobilität. Die Anzahl privater E-Neuzulassungen ist im April um 85 Prozent gestiegen. Knapp ein Drittel der privat Kaufenden (32,7 %) entschied sich im April für ein BEV. Damit liegt der Privatmarkt beim Elektroanteil bereits wieder vor dem Flottenmarkt (31,5 %).
Bedarf an wohnortnaher Ladeinfrastruktur steigt
Bei derart hohen Elektroanteilen kommen inzwischen auch immer mehr E-Auto Fahrerinnen und Fahrer hinzu, die zu Hause oder am Arbeitsplatz keine eigene Lademöglichkeit haben. Das heißt, die Nachfrage nach wohnortnaher öffentlicher Ladeinfrastruktur, beispielsweise an Supermärkten oder öffentlichen Parkplätzen nimmt noch schneller zu als die Anzahl der privaten E-Auto-Fahrenden.
Dämpfer für Transportermarkt


