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Autonome Autos: Chancen & Risiken

Frankfurt, 28.05.18

Autonom fahrende Rasenmäher sind schon fast an der Tagesordnung. Nach Marc-Oliver Prinzing wird es aber noch mindestens zehn Jahre dauern, bis autonome Fahrzeuge mehr und mehr das Straßenbild prägen.

Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender Bundesverband Fuhrparkmanagement e. V., erläutert in seinem Meinungsbeitrag die Möglichkeiten und die Fallstricke bei der Einführung der neuen Technik.

Um gleich eine Erwartung zu relativieren: Autonomes Fahren wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bestenfalls in 10 bis 15 Jahren vorstellbar sein, wenn man sich die Aussagen der Automobilhersteller und Verkehrswissenschaftler einmal ansieht. Vom Assistenzsystem zum Autopiloten scheint es nur noch ein kleiner Schritt. Doch nicht alles, was technisch machbar ist, kann auch problemlos umgesetzt werden.

Realität ist auf Deutschlands Straßen und in Deutschlands Fuhrparks bereits „Autonomes Fahren Light“ und findet immer mehr Einzug in die Fahrzeuge. BMW, Audi und Mercedes bieten schon heute Systeme, welche zumindest in bestimmten Situationen das Steuer an die Elektronik übergeben. Sei es der Tempomat mit Abstandsautomatik, der Stau-Pilot, der das Fahrzeug zumindest bis 30 Kilometer in Spur hält, oder der Parkpilot, welcher ein nahezu automatisiertes Einparken ermöglicht. Natürlich immer unter dem wachsamen Auge des Fahrers.

Autonome Fahrzeuge bringen Fuhrparks voran

Der technologische Wandel ist zunehmend eine Herausforderung für Fuhrparkverantwortliche. Assistenzsysteme, autonomes Fahren, alternative Antriebe…hier den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen, wird immer schwieriger. Aber: Entwicklungen, die sich nicht aufhalten lassen, sollte man beschleunigen. Allerdings mit ausreichendem Hintergrundwissen. Einmal mehr zeigt sich, dass der Leitsatz vom lebenslangen Lernen gerade auch für Fuhrparkmanagerinnen und -manager gilt.

Mit allein fahrenden Fahrzeugen zu arbeiten, würde Fuhrparks voranbringen. Mindestens in allen Fällen, in denen der Fahrer der Engpass und/oder der Risikofaktor ist. Autonome Fahrzeuge können wesentlich mehr Stunden am Tag für das Unternehmen arbeiten, als Robo-Taxi fungieren und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abholen, zum Bahnhof bringen, sich an den passenden Standorten positionieren, abgelegenere Parkplätze anfahren etc. etc. Die Zeit im Auto lässt sich ebenfalls anders für Geschäftliches, Informationen, Vorbereitungen auf den nächsten Termin nutzen.

Risiken während der Fahrt

Darüber hinaus sind zumindest Versicherer davon überzeugt, dass das Fahren sicherer wird. Denn nach den Statistiken entstehen nur zehn Prozent aller Verkehrsunfälle durch technische Fehler. Bleibt allerdings die Frage wie hoch zukünftig der Anteil an Unfällen sein wird, die auf technische Unzulänglichkeiten, Programmierfehler oder Hackerangriffe zurückzuführen sind.

Und ein neues Risiko wird entstehen: Wegen der zunehmenden Unterstützung des Fahrers durch die Technik und das Gefühl, dass mein Auto meine Fehler schon rechtzeitig erkennen wird, mich warnt oder selbsttätig reagiert, steigt die Risikobereitschaft und sinkt der Aufmerksamkeitslevel des Fahrers. E-Mails lesende und schreibende Fahrer(innen), deren Auto mit Spurhalteassistent und Abstandstempomat mit 80 km durch den Berufsverkehr auf der Autobahn unterwegs ist, kann man heute schon täglich beobachten.

Fazit: Null-Risiko wird es nicht geben. Damit müssen wir umgehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Unter dem Strich bringen die neuen Möglichkeiten mehr Vorteile. Die Übergangsfrist, bis wirklich autonomes Fahren möglich ist und alle Fahrzeuge damit ausgestattet sind, ist die kritische Phase. Und diese wird viele Jahre andauern.

Weitere Informationen: www.fuhrparkverband.de

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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