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Cars & Data: Lotus Emeya

Frankfurt, 30.07.25

Ende 2023 war bereits das elektrische SUV Lotus Eletre bei uns zu Gast. Jetzt folgt mit der Emeya die erste vollelektrische Limousine der Marke – technisch eng verwandt, aber konzeptionell eigenständig. Bevor wir uns den technischen Highlights widmen, ein Detail vorweg: der Fahrzeugschlüssel – mehr Designobjekt als reines Bedienelement – steht sinnbildlich für den hohen Qualitätsanspruch, den Lotus hier verfolgt.

Die Emeya basiert auf einer 800-Volt-Architektur und verfügt über zwei Elektromotoren mit Allradantrieb. In der getesteten „600“-Version leistet sie 612 PS und 710 Nm Drehmoment – genug für den Sprint auf 100 km/h in rund 4 Sekunden. Die „R“-Variante legt mit 918 PS nochmals deutlich nach. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h (Emeya 600).

Die Batterie hat eine Kapazität von 102 kWh brutto. Im WLTP-Zyklus sind bis zu 580 km Reichweite möglich. Besonders beeindruckend: Die Emeya lädt dank 800-Volt-System mit bis zu 400 kW. Ein Ladevorgang von 10 auf 80 % dauert so im Idealfall nur rund 14 Minuten. Wechselstromladen ist mit 22 kW ebenfalls deutlich flotter als bei vielen Wettbewerbern.

Mit 5,14 m Länge, 2,01 m Breite und 3,07 m Radstand bietet die Limousine großzügige Platzverhältnisse. Der Kofferraum fasst 509 Liter, der Frunk weitere 46 Liter. Die optionale Luftfederung, aktive Aerodynamik, eine massive Bremsanlage und die Mischbereifung mit bis zu 305er-Reifen hinten runden das sportlich-luxuriöse Gesamtpaket ab.

Der Lotus Emeya überzeugt als elegante elektrische Limousine mit kraftvollem Design, starkem Elektroantrieb und hochwertiger Verarbeitung. Dank adaptiver Luftfederung, präziser Allradlenkung und leistungsstarken Bremsen bietet das Elektroauto souveräne Fahrdynamik und Komfort auf hohem Niveau. Kritisch sind die per Touch bedienbaren Gebläsedüsen, die ungewohnten Kameraspiegel sowie die stattliche Fahrzeuggröße, die beim Parken in engen Stadtbereichen Herausforderungen mit sich bringt. Insgesamt ist der Lotus Emeya ein herausragender Elektrowagen, der mit beeindruckender Ladeleistung und moderner Technik in der Liga von Porsche Taycan, Audi e-tron GT und Mercedes EQS spielt – und Lotuss Zukunft in der E-Mobilität eindrucksvoll prägt.

Foto: © Dataforce

Lotus Emeya

Lotus hat eine sehr abwechslungsreiche Firmengeschichte. Zunächst gestartet als rein englisches Unternehmen in der Hand des legendären Colin Chapman und mit zahllosen Erfolgen in der Formel 1 wechselten ab 1996 die Besitzer nach Malaysia, um dann schließlich 2017 zu 51 % ins Portfolio des chinesischen Konzerns Geely zu wechseln.

Bei seinen beiden jüngsten Modellen Emeya und Eletre ging Lotus gleich zwei Wagnisse ein. Erstens handelt es sich um Fahrzeuge, die sich als große Limousine und großer SUV deutlich von dem bisherigen Portfolio, bestehend aus eher kleinen, sehr leichten Sportwagen, unterscheiden.

Zweitens entschied man sich, diese Fahrzeuge rein elektrisch anzubieten. Von der Limousine Emeya wurden in Deutschland seit Jahresanfang bis einschließlich Juni gerade einmal 17 Einheiten neu zugelassen, bei dem SUV Eletre waren es 73 Einheiten. Da einstige reine Sportwagenhersteller wie Ferrari und Porsche sehr erfolgreich SUV, Crossover und Limousinen mit Verbrennungsmotoren verkaufen, dürften Emeya und Eletre ihre Vollelektrifizierung größere Verkaufserfolge erschweren.

Dementsprechend ergeben sich wie bei allen Fahrzeugen, die eine hohe Preispositionierung und Elektroantrieb kombinieren, eher mäßige Restwerte.

Lotus Emeya Frontansicht
Lotus Emeya Seitenansicht
Lotus Emeya Felge
Lotus Emeya Seitenspiegel
Lotus Emeya Kamera Ansicht

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