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Dataforce erwartet 2020 wegen Corona 380.000 weniger Flottenzulassungen

Frankfurt, 15.04.20

In einer Sonderauswertung hat Dataforce die Auswirkungen des Corona-Lockdowns auf die sieben größten Automärkte Europas untersucht. Auch für den deutschen Flottenmarkt könnten die Konsequenzen drastisch sein. Die neue Prognose für 2020 ergibt einen Rückgang von fast 50 Prozent zum Vorjahr.

 

Kurzfristig kaum noch Neuzulassungen möglich

Über die nächsten Wochen haben die Schließungen von Zulassungsstellen und Showrooms sowie die Produktionsstopps in Fabriken die größten Auswirkungen[1]. Unternehmen, die bereits Neuwagen bestellt haben, können diese häufig nicht abholen und zulassen. Im April und Mai ist daher mit einem Minus von mehr als 80 Prozent zu rechnen.

 

Lockdown wirkt bis Oktober nach

Allerdings reichen die Konsequenzen über die Zeit des Lockdowns hinaus. Wenn kaum Kaufverhandlungen stattfinden, werden entsprechend weniger Autos bestellt und in den folgenden drei bis sechs Monaten ausgeliefert. Selbst unter der Annahme, dass Mitte Mai Händler wieder öffnen und Fabriken zügig wieder anlaufen, werden die Zulassungszahlen noch bis in den Oktober hinein gedämpft.

 

Unsicherheit führt zu Investitionsaufschub

Neben diesen Restriktionen auf der Angebotsseite ist auch die Nachfrage durch kurzfristig wirkende Mechanismen betroffen. Viele Firmen müssen damit rechnen, dass sich ihre wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten verschlechtern wird. Entsprechend werden nicht zwingend notwendige Investitionen aufgeschoben. Unter Berücksichtigung der Verzögerung zwischen Bestelleingang und Auslieferung werden die Folgen dieser Unsicherheit bis Anfang 2021 zu spüren sein.

 

Wirtschaftliche Folgen dämpfen Flottennachfrage in den nächsten Jahren

Eher mittel- bis langfristig schlagen sich die wirtschaftlichen Folgen in der Nachfrage nach Firmenwagen nieder. Für Deutschland geht Dataforce dabei von einer weitgehenden Erholung bis Ende 2021 aus. Bis dahin wird allerdings die Nachfrage spürbar geringer ausfallen als in unserer ursprünglichen Prognose von Anfang des Jahres. Das liegt auch an Sondereffekten, die speziell den Flottenmarkt betreffen, so wie beispielsweise ein erschwerter Zugang zu Unternehmenskrediten und geringeren Restwerten beim Weiterverkauf gebrauchter Firmenwagen.

 

Nachholeffekte stärken 2022 und 2023

Für einen Teil der Nachfrageausfalls rechnen wir mit Nachholeffekten im Zeitraum 2021 bis 2023. Dadurch steigt die Dataforce Flottenmarktprognose für die Jahre 2022 und 2023 – trotz der etwas schwächeren Konjunkturerwartung – leicht an.

[1] Siehe gemeinsame Pressemitteilung von VDA, VDIK, ZDK und IG Metall vom 09.04.2020, https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/200409-Gemeinsame-PM-VDA-VDIK-ZDK-und-IG-Metall-Stationaeren-Autoverkauf-schnellstm-glich-wieder-erlauben.html

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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