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Der Privatmarkt bleibt bei der Erholung außen vor

Frankfurt, 08.07.20

Infografik Neuzulassungen

Im Juni 2020 setzte sich die Erholung auf dem deutschen Pkw-Markt fort. Besonders die gewerblichen Neuzulassungen haben wieder angezogen. Bei Privatkunden hat die bevorstehende Mehrwertsteuersenkung die Erholung wohl noch um einen Monat verzögert. Insgesamt liegt der Pkw-Markt dennoch ein Drittel unter Vorjahresniveau, bei Transportern ist der Abstand deutlich kleiner.

 

Von Normalität noch weit entfernt

Mit einem Minus von 32,3 Prozent bleibt bei den Neuzulassungen im Juni 2020 ein deutlicher Abstand zu Vorjahresmonat. Dabei gab es im bundesweiten Durchschnitt zwei Arbeitstage mehr als im Juni 2019. Das hätte unter normalen Umständen einen Wachstumsschub von rund vier Prozent ausgemacht.

 

Normal sind die Umstände aber nach wie vor nicht. Und so ist weiter vor allem der Vergleich mit dem direkten Vormonat von Interesse, der ansonsten wegen der saisonalen Unterschiede wenig aussagekräftig ist. Hier stehen die Zeichen weiterhin deutlich auf Erholung, denn die Pkw-Zulassungen liegen insgesamt 31,0 Prozent höher als noch im Mai.

 

Autovermieter und Flotten sind dem Vorjahresniveau am nächsten

Grund für den Anstieg sind vor allem die Neuzulassungen in den gewerblichen Kanälen. Der Relevante Flottenmarkt steigerte seine Registrierungen um 32,2 Prozent und liegt damit „nur“ noch ein gutes Viertel unter den Vorjahreswerten von 2019.

 

Wiederum im Vormonatsvergleich zogen die Eigenzulassungen von Fahrzeugbau (+ 46,6 % zum Mai 2020) und Fahrzeughandel (+ 47,2 %) noch stärker an. Dennoch liegen beide Marktsegmente noch immer ein knappes Drittel unter dem Niveau von Juni 2019.

 

Das beste Ergebnis konnten im letzten Monat allerdings die Autovermieter verbuchen. Sowohl bei dem Wachstum gegenüber Mai 2020 (+ 54,0 %) als auch in Bezug auf den Vorjahresvergleich (- 25,7 %) lagen die Vermieter vorne. Sehr wahrscheinlich fällt hier der Nachholeffekt am größten aus, weil die Autovermieter ihre Neuzulassungen sehr früh und umfangreich reduziert hatten.

 

Der Privatmarkt fällt im Juni zurück

Auch der Privatmarkt setzte seinen Erholungskurs im Juni fort. Sowohl beim Wachstum zum Mai 2020 (+ 12,6 %) als auch im Vorjahresvergleich (- 38,2 %) fällt der Kanal deutlich zurück. Angesichts der bevorstehenden Mehrwertsteuersenkung überrascht diese Entwicklung nicht. Immerhin können Privatkunden durch diese Maßnahme rund 2,5 Prozent sparen, wenn sie den Autokauf auf Juli verschieben. Zusammen mit den zusätzlichen Angeboten von Hersteller und Handel geht Dataforce daher auch von einer deutlichen Belebung im Privatkundengeschäft inklusive Nachholkäufen aus.

 

Bei den Transportern hängt die Erholung vom Marktsegment ab

Mit einem Minus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Juni 2019 ist der Transportermarkt schon verhältnismäßig nah an das Vorjahresniveau herangerobbt. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities seit Jahren boomt und ohne die aktuellen Umstände wohl weiterhin ein kräftiges Wachstum zu erwarten gewesen wäre.

 

Innerhalb der Marktsegmente sticht vor allem der Privatmarkt heraus, der als einziger Kanal weniger Neuzulassungen als im Mai 2020 verbuchte. Auch hier gilt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Fahrzeughandel steigerte seine Eigenzulassungen binnen Monatsfrist hingegen um 41,0 Prozent und war damit der einzige Kanal, der mehr Transporter zuließ als vor einem Jahr (+ 0,4 %).

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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