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Deutscher Automarkt 2025 im Strukturwandel

Frankfurt, 09.01.26

Pkw-Neuzulassungen Jan-Dez 2025
  • Jahresendspurt: Starker Dezember treibt Pkw-Jahresbilanz über 2,85 Millionen
  • 1,5 Millionen Verbrenner weniger als 2019 verkauft
  • Private Nachfrage hat sich 2025 erholt, gleichzeitig viele Eigenzulassungen der Hersteller
  • Transportermarkt trotz Dämpfer im Dezember mit ausgeglichener Jahresbilanz

 

Kräftiger Anstieg der Flotten- und Privatmarktzulassungen prägt den Dezember 2025

Mit 246.429 Pkw-Neuzulassungen im Dezember (+9,7 % zu 2024) erreichte der deutsche Pkw-Markt 2025 insgesamt 2,858 Millionen Neuzulassungen. Das entspricht fast exakt der Dataforce Prognose von Ende 2024 (2,861 Millionen). Gründe für das starke Dezemberergebnis waren einerseits ein zusätzlicher Arbeitstag und anderseits ein Jahresendspurt in den meisten Kanälen.

So legten im Relevanten Flottenmarkt im Dezember ganz entgegen dem Gesamtjahrestrend (-5 %) die Neuzulassungen um 11 Prozent zu. Private Halter steigerten ihre Neuzulassungen gegenüber Dezember 2024 um 10 Prozent, die Hersteller erhöhten ihre Eigenzulassungen um 15 Prozent und die Autovermieter ließen sogar 17 Prozent mehr Pkw zu als noch im Dezember 2024.

Über das Gesamtjahr wurde das Marktwachstum in Deutschland dabei von einer Erholung der privaten Nachfrage (+5 %) sowie einem deutlichen Anstieg der Eigenzulassungen im Fahrzeugbau (+23 %) angetrieben. Damit stieg der Taktikanteil (Zulassungen auf Fahrzeugbau, -handel, Autovermieter) 2025 auf 36 Prozent (2024 35 %, 2019 40 %) während sich der Schwerpunkt vom Handel auf die Hersteller verlagert.

So lief die Antriebswende nach Kundengruppen

Bei den Kraftstoffarten hat sich das Wachstum der BEV (+63 %) und PHEV (+58 %) im Dezember 2025 noch weiter beschleunigt. In der Gesamtjahresbilanz 2025 kamen 62 Prozent mehr PHEV und 43 Prozent mehr BEV in den Markt.

Mit 207.000 Pkw (+38 %) bleibt der Relevante Flottenmarkt der größte BEV-Nachfrager, und der Absatz erreichte im abgelaufenen Jahr ein neues Allzeithoch. Noch stärker wuchs die BEV-Nachfrage im Privatmarkt (195.000, +43 %). Allerdings ist hier noch Luft nach oben: 2022 kauften Privatpersonen mit der Kaufprämie noch 237.000 BEV.

Der Absatz von Verbrennern ging dagegen um 11 Prozent auf ziemlich genau zwei Millionen Pkw zurück. Das sind eine halbe Million weniger als 2020 und 1,5 Millionen weniger als 2019.

Transportermarkt egalisiert Vorjahresniveau, 62 Prozent mehr Elektrotransporter

Trapo Neuzulassungen Jan-Dez 2025

Der Transportermarkt beendete das Jahr 2025 mit einem Dämpfer: Im Dezember 2025 gingen die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities um 5,1 Prozent zurück. Das betraf allerdings vor allem die Eigenzulassungen im Fahrzeughandel (-23 %) und die Anschaffungen der Vermieter (-17 %). Diese Player haben im Dezember 2024 eine größere Anzahl von Diesel- und Benzintransportern zugelassen, unmittelbar vor der Einführung der verschärften Emissionsregeln. Im Vergleich zu dieser Zulassungsspitze fielen die Neuzulassungen nun deutlich ab. Im Relevanten Flottenmarkt (+1,2 %) und bei den Privatzulassungen (+0,8 %) fiel die Dezemberbilanz dagegen positiv aus. Auffällig ist zwar die starke Steigerung von 44 Prozent bei den Herstellerzulassungen. Volumenmäßig machen diese jedoch lediglich 4 Prozent des Markts aus.

Über alle 12 Monate kommt der Transportermarkt nun ziemlich genau auf Vorjahresniveau. Angesichts der Herausforderungen durch Regulierung und wirtschaftlicher Stagnation ist das ein ordentliches Ergebnis.

Auch bei den Transportern ist die Antriebswende voll im Gange. Das Neuzulassungsvolumen von Elektrotransportern ist nahezu Monat für Monat gestiegen. Im Dezember lag ihr Anteil bei 12 Prozent, über das Gesamtjahr waren 9 Prozent der Transporter vollelektrisch. Etwa zwei Drittel der BEVs wurden im Flottenmarkt zugelassen, bei einem Gesamtanteil der Flottenzulassungen von 50 Prozent.

„Nach einem schwachen Jahresauftakt haben sich Pkw- und Transportermarkt in Deutschland zur Jahresmitte stabilisiert und konnten ihre jeweiligen Vorjahresergebnisse halten oder sogar leicht übertreffen. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Stagnation und der vielfältigen Herausforderungen ist das ein gutes Ergebnis. Gerade die Belebung zum Jahresende macht Hoffnung für 2026. Parallel dazu geht die Antriebswende weiter. Dass allein in Deutschland innerhalb von sechs Jahren 1,5 Millionen weniger Verbrenner verkauft wurden und das Volumen immer weiter sinkt, führt zu einem tiefgreifenden Strukturwandel, der die Branche weiterhin beschäftigen wird.“

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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