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Deutscher Pkw-Markt im Juli: Flottenmarkt und Trend als Lichtblicke

Frankfurt, 08.08.22

Dataforce Infografik 5er Split Juli 2022
  • Der deutsche Pkw-Markt verliert auch im Juli zweistellig, immerhin zeigt der Trend nach oben.
  • Unter den Verkaufskanälen setzt sich der Flottenmarkt positiv ab.
  • Bei den Kraftstoffarten geben Plug-In Hybride Volumen an BEVs und Benziner an Diesel ab.
  • Im Transportermarkt wird der Rückgang kleiner.

 

Der Relevante Flottenmarkt als Lichtblick

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland haben im Juli 2022 erneut zweistellig nachgegeben. Ein Volumen von 205.911 Neufahrzeugen entspricht einem Rückgang von 12,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Kumuliert über die ersten 7 Monate summiert sich der Rückgang inzwischen auf über 180.000 Fahrzeuge oder 11,3 Prozent.

Vor diesem Hintergrund mussten alle Marktsegmente Einbußen hinnehmen. Am stärksten traf es wieder den Fahrzeughandel (-26.4 %) und die Autovermieter (-18,8 %). Aber auch der Privatmarkt schnitt im Juli schlechter ab als der Gesamtmarkt (-13,1 %). Im Relevanten Flottenmarkt fiel der Rückgang hingegen deutlich moderater aus (-2,4 %). Bereinigt um einen fehlenden Arbeitstag erkämpften sich die Firmenwagen sogar einen hauchdünnen Zuwachs zum Vorjahr (+0,4 %).

 

Leichter Aufwärtstrend, ab September wieder im Plus

Hauptursache der schwachen Marktentwicklung sind nach wie vor die Produktionsausfälle durch den Mangel an Vorprodukten. Außerdem stand ein Arbeitstag weniger als 2021 zur Verfügung. Rechnet man saisonale und arbeitstägliche Verzerrungen heraus, zeigt sich eine allmähliche Verbesserung. Im August sollte sich daher der Rückgang nur noch im einstelligen Bereich bewegen. Ab September rechnet Dataforce – auch aufgrund der schwächeren Vergleichszahlen – wieder mit einem Wachstum.

Dataforce Infografik 5er Split Juli 2022 Trend

Plug-In Hybride mit dem größten Rückgang

Bei den Kraftstoffarten stechen vor allem die Rückgänge bei den Plug-In Hybriden hervor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat kamen 21 Prozent weniger auf die Straße. Das Kaufinteresse verschiebt sich immer mehr zu den Batterie-elektrischen Modellen, die um 13 Prozent zulegen konnten. Insgesamt machten die Steckerfahrzeuge damit weiterhin ein gutes Viertel der Neuzulassungen aus.

Innerhalb der Verbrenner (inkl. Voll- und Mildhybride) haben Diesel mit -12 Prozent etwas besser abgeschnitten als Benziner mit -17 Prozent. Angesichts der hohen Kraftstoffpreise fallen die Verbrauchsvorteile der Selbstzünder wieder stärker ins Gewicht.

 

Transporterauslieferungen an Flotten erholen sich

Von den Pkw-Kraftstoffarten zum Transportermarkt. Bei einem Minus von 11,9 Prozent von einer Verbesserung zu sprechen, erscheint kurios. Jedoch sind die Zulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities in den letzten Monaten jeweils um 20 Prozent und mehr eingebrochen. Dagegen ist dann der Rückgang im Juli schon wieder moderat. Außerdem schnitten die Transporter besser ab als die Pkw.

Innerhalb der Verkaufskanäle hob sich der Relevante Flottenmarkt mit -4,8 Prozent positiv von der Marktentwicklung ab. Bei den volumenmäßig geringen Eigenzulassungen des Fahrzeugbaus gab es einen kleinen Zuwachs von 1,9 Prozent. Größere Verluste mussten wiederum der Privatmarkt (-24,3 %) und die Autovermieter (-20,8 %) hinnehmen.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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