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Dieselkrise – das sagen die Fuhrparkleiter

Frankfurt, 28.02.18

Alle Welt redet über Diesel – Zeit, dass auch die Betroffenen zu Wort kommen. Wir fragten Flottenmanager, ob das Urteil des Bundesverfassungsgerichts Auswirkungen auf ihre Einkaufspolitik hat. Martin Kaus, Fuhrparkleiter bei der Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH in Bruckberg und Herr über 240 Fahrzeuge, davon die Hälfte Transporter und der Rest Compensation-Cars, hat eine recht dezidierte Meinung:

Wir sind hier auf dem Land, wir haben eine durchschnittliche Fahrleistung von rund 30.000 Kilometern im Jahr, da bleibt eigentlich nur die Diesellösung, insbesondere für die Kollegen im Außendienst!

Auch sein Kollege aus einem caritativen Verband in Nordrhein-Westfalen, der über 256 Pkw gebietet, sieht keine Alternative:

Die Pflegekräfte fahren hier sowieso zu 80 Prozent Benziner. Auf der Langstrecke gibt es die nächsten fünf bis zehn Jahre, wenn sich die Speicherkapazitäten für E-Mobile nicht gravierend erhöhen, keine Alternative zum Diesel.

Peter Mühleisen, Leiter des Fuhrparks des Frankfurter Ingenieurbüros Sweco GmbH mit rund 210 Personenkraftwagen, sieht ebenfalls auf absehbare Zeit keinen Handlungsbedarf:

In Frankfurt haben wir vorläufig kein Dieselproblem, in unseren Niederlassungen in Stuttgart und Düsseldorf müssen wir abwarten. Unsere Autos sind fast alle geleast, wir haben feste Raten und geben sie nach drei Jahren zurück. Was also die Negativentwicklung beim Verkaufspreis gebrauchter Dieselfahrzeuge betrifft, das interessiert uns vorläufig nicht.

Die Auswirkungen sehen alle gelassen. Während der Fuhrparkleiter aus NRW „jetzt erst einmal abwarten“ will, „wie gut und wie sicher von der Technik her die E-Mobile werden“, und nur für einige gekaufte Diesel in seinem Bestand kleinere Probleme erwartet, findet Martin Kaus derzeit keinen Grund, etwas zu ändern:

Wir haben einen reinen Leasingfuhrpark, und wir geben die Fahrzeuge am Ende zurück, da spielt für mich der Restwert nur eine untergeordnete Rolle. Künftig werden die Leasingraten möglicherweise steigen, aber das bleibt Verhandlungssache.

Peter Mühleisen schlägt in die gleiche Kerbe:

 Bei uns gilt immer noch die Formel: Je größer, desto eher werden es Diesel. Bei Fahrleistungen zwischen 25.000 und 45.000 Kilometern gibt es derzeit keine Alternative. Ein Hybrid mit 50 Kilometer elektrischer Fahrleistung lohnt sich auf der Langstrecke einfach nicht.

Überhaupt, so Kaus weiter, sei die Wirkung der Reglementierungen sowieso fragwürdig:

Bei Fahrverboten werden so viele Ausnahmen gemacht werden müssen, den ganzen innerstädtischen Lieferverkehr können wir nicht von heute auf morgen auf Elektro umstellen. Und selbst wenn ich, wie in Frankreich, einmal im Jahr einen Tag nicht in die Stadt fahren darf, ist das zu verkraften.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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