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Einbruch des Schweizer Pkw-Marktes setzt sich auch im Mai fort

Frankfurt, 15.06.20

Infografik Schweiz

Die Wiedereröffnung der Schweizer Autohändler am 11. Mai waren durchaus mit großen Hoffnungen verbunden. Die vorliegenden Zulassungsstatistiken für den abgelaufenen Mai zeigten nun, dass dies jedoch maximal einen schadensbegrenzenten Effekt hatte: Etwas mehr als 13.600 zugelassene Pkw bedeuteten einen weiteren Einbruch von 51,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Zulassungen leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5t konnten sich dem negativen Trend nicht entziehen und gingen um 37,1 Prozent zurück.

 

Schweizer Pkw-Markt im Mai 2020

Trotz der positiven Entwicklungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sah sich der Schweizer Pkw-Markt auch im Mai mit heftigen Auswirkungen der Pandemie konfrontiert. Während der Privatmarkt um 48,8 Prozent nachgab, gingen die gewerblichen Zulassungen gar um 55,2 Prozent zurück. Dies bedeutete für den Pkw Gesamtmarkt in der Schweiz einen abermaligen Einbruch von 51,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Der Relevante Flottenmarkt verzeichnete innerhalb der gewerblichen Detailkanäle das größte Zulassungsvolumen. Die dort hinterlegten Firmen-Immatrikulationen gaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 53,9 Prozent nach. Noch stärker waren die Zulassungen von Autovermietern betroffen, die angesichts einer wohl deutlich schwächeren Urlaubssaison in diesem Jahr um 76,5 Prozent einbrachen. Die kombinierten Eigenzulassungen auf den Fahrzeughandel/-import lagen im abgelaufenen Mai 43,0 Prozent hinter denen des Vorjahresmonats.

 

Relevanter Flottenmarkt: Importeure tief im Minus, Mercedes GLE gefragt

Im Relevanten Flottenmarkt lagen die Top 25 Fahrzeugimporteure allesamt tief im Minus. Am stärksten traf es Opel mit einem Einbruch von 74,6 Prozent. Auch SEAT (- 71,8 %) und Nissan (- 68,8 %) waren besonders stark betroffen.

 

Innerhalb der Top 10 Flottenmodelle konnten hingegen der Peugeot Partner (+ 488,9 %) und der VW T-Cross (+ 450,0 %) große Zuwächse generieren, wobei beide Modelle noch ein verhältnismäßig niedriges Niveau im Vorjahresmonat aufwiesen. Stärker einzuschätzen ist daher die Performance des Mercedes GLE (+ 273,7 %), der wie auch bereits im April bei Schweizer Fuhrparkverantwortlichen sehr gefragt war. Ein erweiterter Blick auf die Top 20 Flottenmodelle zeigte zudem einen erfolgreichen Monat für den FIAT Panda (+ 88,2 %).

 

Plug-In-Hybride legen trotz Krise zu

Eine Analyse der Kraftstoffentwicklung innerhalb der Schweizer Unternehmensflotten zeigte einen Rückgang von rein benzin- (- 51,2 %) sowie dieselbetriebenen (- 61,3 %) Pkw. Zulegen hingegen konnten die sogenannten Mild-Hybriden, die von Dataforce ebenfalls zu den vorgenannten Kraftstoffarten gezählt werden. Ebenfalls sehr gefragt waren Plug-In-Hybride (+ 103,0 %), wobei der BMW X5, der Volvo XC60 und der Ford Kuga die Top 3 bildeten. Die Immatrikulationen von Elektrofahrzeugen gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 38,2 Prozent zurück.

 

Marktentwicklung leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5t

Neben den Pkw-Zulassungen gaben auch die Immatrikulationen leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen deutlich nach. Sowohl der Privatmarkt (- 34,3 %) als auch die gewerblichen Zulassungen (- 37,8 %) gingen im vergangenen Mai zurück und sorgten im Vergleich zum Vorjahresmonat für einen Rückgang des Gesamtmarktes um 37,1 %.

 

Auch die gewerblichen Detailkanäle präsentierten sich tiefrot. Während die Firmenimmatrikulationen im Relevanten Flottenmarkt um 38,2 Prozent nachgaben, gingen die kombinierten Eigenzulassungen des Fahrzeughandels bzw. -imports um 27,1 Prozent zurück. Am stärksten betroffen war auch hier der Kanal der Autovermieter, der satte 71,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat einbüßte.

 

Innerhalb der Top 10 Importeursmarken im Relevanten Flottenmarkt gelang es lediglich Citroen (+ 15,1 %) zuzulegen. Insbesondere das Modell Jumpy (+ 45,5 %) punktete bei den Fuhrparkverantwortlichen. In einem schwachen Marktumfeld konnte innerhalb der Top 15 Flottenmodelle darüber hinaus lediglich der Ford Ranger (+ 9,1 %) Zuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat generieren.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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