Ford Focus: Kölner Kampfansage

Frankfurt, 29.08.18

Eine Autoliste, in der der Ford Focus nicht als empfohlenes Flottenfahrzeug auf den oberen Plätzen rangiert, ist in Deutschland kaum vorstellbar. Entsprechend bestätigt auch Fords neuer Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, Hans-Jörg Klein, dass 70 bis 80 Prozent aller Turnier-Varianten – also Kombis – mit Dieselmotoren an Fuhrparks ausgeliefert werden. Das wird sich ab September möglicherweise noch steigern. Denn ab dann steht die neue, vierte Generation des Kölner Kompakten beim Händler und soll Flottenkunden eine echte Alternative zum VW Golf bieten.

Breiter, flacher, länger

Zu den bekannten dynamischen Fahreigenschaften sollen dann mehr Platz und zahlreiche Assistenzsysteme kommen. Die Größe wird bereits beim ersten Blick auf die Karosserie deutlich. Die ist im Vergleich zum Vorgänger breiter, flacher und länger geworden. Passend dazu haben die Gestalter die Motorhaube ein wenig gestreckt, dafür das Heck gekappt und konnten aufgrund einer komplett neu entwickelten Plattform einen um fünf Zentimeter verlängerten Radstand erreichen. Das kommt vor allem den Gästen auf den hinteren Plätzen zugute.

Umfangreiche Serienausstattung

Hier sitzen Personen auch bei einer Körpergröße von 1,80 Metern sehr bequem. Im Heck bleibt Platz für 375 Liter Gepäck. Liegen die Lehnen flach, sollen bis zu 1.354 Liter in den Fond passen. Analog zur äußerlichen Verfeinerung macht der vierte Focus auch bei der Technik gegenüber seinem Vorgänger einen großen Sprung. Ford selbst spricht vom umfangreichsten Angebot an Assistenzsystemen, das je bei einer europäischen Baureihe der Marke zu haben war. Mit dem Stau-Assistenten etwa ziehen autonome Fahrfunktionen ein, die LED-Scheinwerfer passen den Lichtkegel dem Fahrbahnverlauf an und der Einpark-Helfer verzichtet beim Rangieren auf jeden menschlichen Eingriff. Je nach Ausstattungsvariante kann der Kompakte mit weiteren Extras bestückt werden. Dazu zählt ein Connect-Modem, mit dem der Wagen zu einem WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte wird. Sogar ein Head-up-Display steht auf der Liste der Optionen. Außerdem bietet Ford auch 18fach verstellbare Ergonomie-Sitze für Fahrer und Beifahrer an. So wird der Rücken gut unterstützt, was vor allem für Viel- und Langstreckenfahrer äußerst wichtig ist.

Dreizylinder-Ottomotoren und Diesel

Kern des Motorenangebots stellen nach wie vor die bekannten Dreizylinder-Turbobenziner dar, die es jetzt nicht nur mit 1,0 Litern Hubraum gibt, sondern auch in einer 1,5-Liter-Variante. Der bisher lieferbare 1,6-Liter-Saugmotor fällt genauso weg wie die 1,5-Liter-Vierzylinderturbos. Das gebotene Leistungsband der zunächst fünf Benziner liegt zwischen 62 kW (85 PS) und 134 kW (182 PS), die Spreizung bleibt so fast identisch.

Der Diesel ist bei Ford längst nicht vom Tisch, auch wenn die Nachfrage aufgrund der Feinstaub-Diskussion zurückgegangen ist. Vielfahrer dürften die Vorzüge des Selbstzünders weiterhin schätzen. Zudem: Alle Motoren im Focus entsprechen der aktuellen Abgasnorm Euro 6d-temp. Als 1,5-Liter leistet der Vierzylinder-Diesel 70 kW (95 PS) oder 88 kW (120 PS). Letzterer dürfte der häufiger Verlangte werden, zumal er nach WLTP-Zyklus und mit manuellem Sechsganggetriebe nur 3,6 l/100 km verbrauchen soll. Wer knackige 370 Newtonmeter Dampf aus dem Drehzahlkeller haben möchte, für den hat Ford als Topmodell einen neu entwickelten Zweiliter mit 110 kW (150 PS) im Angebot.

 

Fotos: © Ford Werke GmbH

Ford baut sehr gute Autos, daran kann kein Zweifel bestehen. Der Focus hat ein hervorragendes Fahrwerk, welches sportliche Fortbewegung begünstigt und zumindest freudig die nächste Kurve in Angriff nimmt. Auch die verschiedenen Assistenz- und Kommunikationssysteme sind auf der Höhe der Zeit. Das haben anscheinend aber noch nicht alle Gebrauchtwagenkäufer nachvollzogen – der wahrscheinliche Restwert des Fahrzeugs hinkt seiner Qualität hinterher.

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