- Die Welt steht erneut nicht still, viele Themen beschäftigen 2026 den Automarkt
- Im Juni setzt sich der Effekt der E-Förderung deutlich fort
- Transportermarkt leicht im Minus
Die Welt steht erneut nicht still, viele Themen beschäftigen 2026 den Automarkt
Nach mehreren von Krisen geprägten Jahren hatte die Automobilbranche auf eine Phase der Konsolidierung gehofft. Die aktuelle Fußball-WM bietet den Menschen zwar willkommene Unterhaltung – diesmal mit Hyundai und Kia als Sponsoren, nachdem bei der vergangenen EM noch BYD im Fokus stand. Dennoch bleibt das allgemeine Marktumfeld auch 2026 stark angespannt. Geopolitische Konflikte lassen die Ölpreise spürbar ansteigen, während gedämpfte Wirtschaftsprognosen und zunehmende Hitzewellen die Menschen belasten. Gleichzeitig bauen chinesische Hersteller ihre Marktpräsenz in Europa kontinuierlich aus, was hiesige Autokonzerne unter starken Kostendruck setzt und vermehrt zu geplantem Stellenabbau führt.
Dennoch konnte der Pkw-Gesamtmarkt in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 gegenüber letztem Jahr zulegen. Nach den ersten 6 Monaten steht ein Zuwachs von 6 Prozent zu Buche. Beim Blick auf die Kanäle fällt besonders der Privatmarkt positiv auf: Dieser konnte mit ganzen 10 Prozent zulegen und war für mehr als die Hälfte des zugelegten Volumens des Gesamtmarkts zuständig. Der Relevante Flottenmarkt ließ ein wenig Federn (-1 % YTD) und konnte nicht an den Höhenflug der letzten Jahre anknüpfen. Autovermieter und der Fahrzeugbau legten beide kräftig zu (+18 % und +8 %), was allerdings eher unvorteilhaft zu bewerten ist, da es sich um vermehrte taktische Zulassungen handeln dürfte. Der SAAR dieses Jahr schwankte zwischen 2,7 und 3,1 Millionen Pkw pro Jahr (im Juni) – der Dataforce Forecast liegt am Ende des Jahres bei knapp unter 3 Millionen Pkw und somit etwas im optimistischeren Bereich.
Im Juni setzt sich der Effekt der E-Förderung deutlich fort
Im zweiten messbaren Monat seit Einführung der neuen Förderung für BEV und PHEV zeigen die Zeichen für die E-Mobilität weiterhin nach oben. Private BEV-Zulassungen stiegen um 155 Prozent, sodass im selben Monat der Marktanteil der Stromer auf 41 Prozent anstieg. Das ist der zweithöchst gemessene Wert jemals und katapultiert den Mittelwert für das erste Halbjahr auf ganze 32 Prozent –
Rekord für ein erstes Halbjahr. Letztes Jahr lag der Wert zum Vergleich noch bei 18 Prozent. Plug-ins laufen derweil im Privatmarkt konstant und verharren bei ca. 7 Prozent Marktanteil. Neben der Kaufprämie sorgt das Hoch bei den Kraftstoffpreise für keine gute Stimmung gegenüber Verbrennern.
Der Flottenmarkt profitiert dagegen nicht von einer aktiven Kaufförderung. Trotzdem sorgen besser werdende E-Fahrzeuge und die fortlaufenden Steuervorteile für einen hohen Adaptionsgrad. In Flotten kamen BEV und PHEV gemeinsam auf stolze 47 Prozent Marktanteil im ersten Halbjahr. Die Rückgänge aus dem Bereich der Benziner und Diesel können aber noch nicht ganz ausgeglichen werden. Zusätzlich erschwert es die aktuelle wirtschaftliche Situation langfristige Investitionsentscheidungen zu treffen, wodurch einige Fuhrparks sparsam mit Neuanschaffungen sind.
Transportermarkt leicht im Minus


