Hyundai Nexo: revolutionäres Konzept

Frankfurt, 27.05.19

Schon der zweite Wasserstoff-SUV aus koreanischem Hause: Der Hyundai Nexo verbindet die Vorteile eines Stromers mit – beinahe – der Reichweite eines Verbrennungsmotors. Wie fährt sich ein Brennstoffzellenauto in der Praxis?

Das Futuristische soll offensichtlich schon von außen sichtbar sein: „durchgezogenes Tagfahrlicht, das die gesamte Motorhaube umschließt, versenkte Türgriffe, Mattsilber-Lackierung“, so der erste Eindruck der Dataforce-Testpiloten, geben dem bulligen SUV eine „avantgardistische Note“, ohne den Futurismus allzu sehr zu betonen. Die klare Linienführung, so drückt das der Hersteller aus, führe zu einem „einzigartigen optischen Auftritt“, der „Effizienz und Schönheit“ zum Ausdruck bringe.

Innen finden unsere Fahrer einen „mittelgroßen SUV“ vor – von den Abmessungen her reiht sich der Nexo zwischen Tucson und Santa Fe ein –, der bereits in Serienausfertigung eine üppige Ausstattung mit unter anderem großem Display, Sitzheizung, Klimaautomatik und beheizbarem Lenkrad mitbringt. Die einzige Möglichkeit eines Upgrades besteht aus einem 3.500 Euro teuren Premiumpaket, das noch mehr Luxus bringt: belüftete Vordersitze, warmes Leder auch hinten und Krell-Soundsystem mit acht Lautsprechern. Über die Bedienung mithilfe von Tasten statt via Touchscreen schieden sich die Geister unserer Testfahrer: Während einige es als „Erleichterung“ empfanden, einfach einen Schalter zu bedienen, statt umständlich mit dem Finger auf den Bildschirm zu hantieren, fanden andere die Vielzahl der Knöpfe anfangs etwas verwirrend.

Praktisch: Rückspiegelsicht im Cockpit (Foto: © Dataforce GmbH)

Wasserstoff treibt die Brennstoffzelle an (Foto: © Hyundai Motor Deutschland GmbH)

Zukunftsweisendes Antriebssystem

Der besondere Leckerbissen des Nexo besteht aber aus seinem Antrieb. Die Vorteile eines E-Motors gegenüber einer Verbrennungsmaschine sind augenscheinlich: Im Falle des Elektro-SUV arbeitet ein 120 kW/163 PS starker Elektroantrieb unter der Haube, der auf einen Verbrauch von 0,84 Kilogramm Wasserstoff bei sage und schreibe 0 Emissionen kommt. Noch beeindruckender als die reinen Zahlen ist aber das Fahrverhalten eines solchen Aggregats. Das „kraftvolle Drehmoment entfaltet sich sehr gleichmäßig“, notiert einer unserer Testfahrer, „jenseits der 100 km/h Marke hat der Motor noch beeindruckende Reserven“. Lästige Schaltmanöver entfallen dabei völlig – und das Auto bleibt leise. Besonders gefallen hat einem Dataforce Piloten der Eco-Modus. Wenn der Fahrer vom Gas geht, gewinnt das Auto sofort Energie zurück.

Die Nachteile eines Elektromotors, lange Ladezeiten, hohes Gewicht des Akkus und geringe Reichweite, kennt der Hyundai Nexo nicht. Die 440 Brennstoffzellen bedienen sich aus drei Wasserstofftanks und produzieren Strom, der in einem Hochvolt-Akku mit 1,53 Kilowattstunden Kapazität zwischengespeichert wird. Die unter 700 Bar Druck getankten 6,33 Kilogramm Wasserstoff ergeben eine rechnerische Reichweite von 756 Kilometern. Selbst bei flotter Autobahnfahrt nähere sich „die verbleibende Reststrecke nicht rapide der 0-Marke“, freut sich einer unserer Piloten. Doch selbst das wäre kein Beinbruch – das Betanken dauert nur fünf Minuten, vorausgesetzt, man findet eine Tankstelle. Unsere Tester hatten im Rhein Main Gebiet wenig Probleme, der Hyundai zeigt die Entfernung zur nächsten Wasserstoff-Tankstelle an – es waren nie mehr als 20 Kilometer. In Nordhessen sieht das, so vermutet ein Testfahrer, anders aus …

6,33 kg Wasserstoff reichen für 750 Kilometer (Foto: © Dataforce GmbH)

Entfernung zur nächsten Tankstelle im Blick (Foto. © Dataforce GmbH)

Technische Finessen

Neben dem spektakulären Antriebskonzept glänzt der Hyundai Nexo vor allem durch seine Ausstattung, durch ein komplettes System an Assistenzsystemen und durch nette technische Finessen. „Sitze sind sehr bequem, Raumgefühl und Kopffreiheit sehr gut“, notiert einer unserer Tester ins Logbuch. „Großer, klar strukturierter Bildschirm“, lobt ein anderer, „funktioniert in jeder Verkehrssituation problemlos“, lautet ein weiterer Kommentar. Die elektronischen Helferlein, an Bord unter anderem Geschwindigkeitsregelung, Fußgängererkennung, Totwinkelhelfer, Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistent, verrichten ihren Dienst unauffällig. Nettes Detail: Beim Betätigen des Blinkers liefert eine Kamera eine Seitenansicht auf das Display, so dass der Lenker den vollen Überblick in der gewünschten Richtung hat.

Beeindruckt zeigen sich unsere Testfahrer auch über das Konnektivitäts-Angebot im Hyundai Nexo. Ein 12,3 Zoll großes Navigationsdisplay plus ein 7 Zoll großer Bildschirm vor dem Fahrer liefern alle nötigen Informationen. USB-Anschlüsse, Navi-Ladeschale und ähnliche heute unverzichtbare Gadgets sind natürlich ebenfalls integriert. Zu erwähnen ist noch, dass der Hyundai über ausreichend Platz verfügt, um auch einen größeren Möbelhauseinkauf sicher nach Hause zu kutschieren, und sich auch sonst als treuer Alltagsbegleiter bewährt.

Fazit: Wer einen Stromer als ein Statement nutzen möchte und sich Imagepunkte davon verspricht, ist mit dem Hyundai Nexo besser bedient als mit einem reinen Elektromobil. Eine einigermaßen dichte Tankstellen-Infrastruktur vorausgesetzt, ist der Brennstoffzellen-SUV das bessere Fahrzeug für den Alltag – und die innovativere Technologie obendrein. Also: geeignet als Dienstwagen für Umwelttechnologie-Firmen, die ein praktisches und alltagstaugliches Auto mit hohen Sympathiewerten und niedrigen Emissionen suchen.

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Großes Foto: © Hyundai Motor Deutschland GmbH

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