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Im deutschen Pkw-Markt trifft der Halbleitermangel Fahrzeugbau und Privatmarkt am stärksten

Frankfurt, 09.08.21

Dataforce Infografik Marktsegmente Juli 2021
  • Lieferschwierigkeiten führten im Juli 2021 zu einem Rückgang der Pkw-Neuzulassungen um 24,9 Prozent.
  • Vor allem die Eigenzulassungen im Fahrzeugbau und der Privatmarkt waren betroffen.
  • Auch der Transportermarkt leidet unter Produktionsausfällen.

 

Abrupter Trendwechsel im Juli

Im deutschen Pkw Markt ist im Juli aus den deutlichen Zuwächsen der Vormonate ein starker Rückgang geworden. Gegenüber dem Juli 2020 brachen die Neuzulassungen um 24,9 Prozent ein. Am stärksten betroffen waren dabei die Eigenzulassungen der Hersteller mit einem Minus von 36,8 Prozent. Doch auch der Privatmarkt verlor mehr als ein Drittel seines Volumens aus dem Vorjahresmonat (-36,2 Prozent). Der Relevante Flottenmarkt konnte sich dieser Entwicklung ebenfalls nicht entziehen. Dass sich das Geschäft mit den Firmenwagen bei einem Minus von 19,7 Prozent etwas besser als der Gesamtmarkt entwickelte, bleibt ein schwacher Trost.

 

Fahrzeughandel und Autovermieter blieben mit Rückgängen von 7,5 und 7,3 Prozent demgegenüber relativ stabil. Das liegt aber vor allem an den geringen Vergleichswerten aus 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau schneiden die beiden Kanäle ähnlich schwach ab.

 

Gründe für die schwache Marktentwicklung

Der Hauptgrund für die plötzliche Marktschwäche ist die Halbleiterknappheit, durch die sich viele Auslieferungen bis Jahresende oder 2022 verzögern und die Hersteller die Produktion zu höherpreisigen Modellen und in margenträchtigere Kanäle umlenken. Das dämpft die Auswirkungen auf den Relevanten Flottenmarkt und verstärkt den Einbruch bei den taktischen Zulassungen und Einstiegsmodellen für Privatkunden.

 

Beim Vergleich zu 2020 muss außerdem berücksichtigt werden, dass sich der Pkw-Markt im Juli letzten Jahres nach der ersten Corona-Welle wieder normalisiert hat und ausgefallene Neuzulassungen nachgeholt wurden. Dementsprechend lag die Messlatte deutlich höher als noch im Juni. Hinzu kommt ein fehlender Arbeitstag im Vergleich zu 2020, der etwa 2 Prozentpunkte an der Wachstumsrate ausmacht.

 

PHEVs mit neuem Rekordanteil

BEVs und Plug-in Hybride befanden sich im Juli weiter im Aufwind. Im Vergleich zum Juli 2020, dem ersten Monat mit den erhöhten Kaufprämien, kletterten die Neuzulassungen um 52 respektive 58 Prozent. Plug-in Hybride erreichten dadurch auch ihren bislang höchsten Marktanteil von 12,8 Prozent. Vor allem bei Flotten- und Privatkunden wird die Antriebsart jeden Monat beliebter.

 

Produktionsausfälle erreichen Transportermarkt

Auch der Transportermarkt ist zunehmend von Produktionsengpässen betroffen. So gaben die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities mit 22,9 Prozent fast so stark wie der Pkw-Markt nach. Auch hier war der Fahrzeugbau der Kanal mit dem größten Einbruch (- 42,3 %), gefolgt vom Privatmarkt (-29,1 %). Angesichts eines Rückgangs um 21,0 Prozent im Relevanten Flottenmarkt haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, entsprechend der anziehenden Konjunktur ihren Fuhrpark aufzustocken.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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