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JobRad: Kundenstamm verzehnfacht

Frankfurt, 29.08.18

Alexandros Molphetas, Bereichsleiter Marketing bei JobRad.

2010 startete er seine Karriere bei dem Dienstradleasingpionier, zu dieser Zeit noch ein kleines Start-up, als Praktikant. Die Marke JobRad wurde 2008 von dem begeisterten Alltagsradler Ulrich Prediger ins Leben gerufen und ist heute Marktführer im Dienstradleasing. Bereits über 7.500 Arbeitgeber mit mehr als 1,5 Millionen Beschäftigten in ganz Deutschland, zum Beispiel Bosch, SAP und Deutsche Bahn, setzen auf JobRad.

Was bewegt uns in Zukunft? Wahrscheinlich immer öfter ein Dienst-Fahrrad. Die junge Dienstradleasing-Branche feiert exorbitante Steigerungsraten. Gespräch mit Alexandros Molphetas, Bereichsleiter Marketing beim Marktführer JobRad.

Wie funktioniert Dienstradleasing bei JobRad?

Alexandros Molphetas: Ganz ähnlich wie bei einem Auto: Arbeitnehmer suchen sich ein Fahrrad oder ein E-Bike nach ihren Wünschen aus – der Arbeitgeber least dann das JobRad und überlässt es dem Mitarbeiter zur freien Nutzung. Im Gegenzug behält er einen kleinen Teil des Bruttogehalts des Angestellten ein und bedient damit die Leasingrate.

Wie entwickelt sich der Leasingmarkt bei Diensträdern?

Alexandros Molphetas: Seit die 1-Prozent-Regel auch für Fahrräder und E-Bikes gilt, wächst der Markt enorm. Es gibt Schätzungen, nach denen mittlerweile mehr als 200.000 geleaste Diensträder auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. JobRad als Pionier und Marktführer hat allein in den letzten drei Jahren die Zahl der Unternehmen, mit denen wir kooperieren, verzehnfacht. Wir haben heute etwa 7.500 Arbeitgeberkunden, die insgesamt über 1,5 Millionen Angestellte beschäftigen.

Wie hoch ist der Leasinganteil?

Alexandros Molphetas: Verlässliche Zahlen liegen hier bislang noch nicht vor. Als Indikator können Sie aber mittlerweile den Fachhandel nehmen. Unsere Partner berichten, dass der durch Leasing erwirtschaftete Umsatzanteil von Jahr zu Jahr steigt. Wir kennen viele Händler, die mit JobRad bereits heute zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes erzielen. Dienstradleasing ist ein junger Geschäftszweig, der sich aber rasant entwickelt – bei einem Gesamtmarktvolumen von 2,6 Milliarden Euro in der Fahrradbranche sind ein Zehntel schon eine Größe.

Welche Räder werden geleast?

Alexandros Molphetas: Sehr hochwertige. Bei JobRad sind es über 50 Prozent E-Bikes, Tendenz rasant und überproportional steigend. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Pendlerentfernungen zwischen fünf und zehn Kilometern liegen, da sind E-Räder oft das optimale Verkehrsmittel. Konkret: Die Fahrradbranche gibt einen Durchschnittspreis aller verkauften Fahrräder von nur rund 680 Euro an, bei uns liegt er dagegen bei etwa 2.500 Euro.

Wie wichtig sind heute und in Zukunft Servicepakete und Zusatzleistungen?

Alexandros Molphetas: Solche Angebote werden immer wichtiger. Die Entwicklungen, die man aus den Anfängen des Autoleasings kennt, sind teilweise übertragbar. Das Stichwort lautet: sorgenfrei radfahren. Für nur 10 Euro im Monat sind bei JobRad Inspektionen und Verschleißteilreparaturen inklusive.

Gibt es Unternehmen oder Branchen, die besonders affin zu Incentiverädern sind?

Alexandros Molphetas: Wir beobachten, dass vor allem die innovativen Mittelständler jetzt schon ihre Recruiting-Strategien am Fachkräftemangel ausrichten. Viele haben längst verstanden, dass sie potenziellen neuen Mitarbeitern interessante Mobilitätspakete bieten müssen, die über das Auto hinausgehen. Um ihr Angebot für Angestellte noch attraktiver zu gestalten, bezuschussen inzwischen über 80 Prozent unserer Kunden entweder Versicherung, Leasingrate oder Inspektion des Dienstrades.

Gibt es bestimmte Mitarbeitertypen, die besonders gerne Fahrräder oder E-Bikes fahren?

Alexandros Molphetas: Da können wir keinen Trend ausmachen. Radfahren ist ein sehr demokratisches Produkt, fast jeder kann es. JobRad möchte möglichst viele Menschen für die Nutzung des Velos im Alltag begeistern. Wir wollen vermitteln, dass das Rad oder ein E-Bike viel mehr sein können als Freizeitvehikel, mit denen man am Sonntag zur Eisdiele fährt. Durch das Leasing-Angebot kommen Menschen auch an hochwertige Produkte, mit denen ein tägliches Aufsteigen noch mehr Spaß macht…

JobRad als Vorreiter…

Alexandros Molphetas: …etwa so. Uns geht es darum, das Fahrrad als ernstzunehmende Alternative im Mobilitätsmix zu etablieren. Drei Trends helfen uns dabei. Einmal das Thema Gesundheit: Menschen, die regelmäßig Rad fahren, sind im Schnitt pro Jahr zwei Tage weniger krank – Studien belegen das. Der zweite Treiber ist Umweltschutz oder ganz banal die Frage, wie denn Angestellte zur Arbeit kommen, wenn Fahrverbote ausgesprochen werden. Und natürlich nicht zuletzt der Fachkräftemangel und damit verbunden ein anderes Bewusstsein künftiger Arbeitnehmer.

Gibt es so etwas wie eine Rückgabe-Problematik?

Alexandros Molphetas: Fahrradleasing erspart einem Fuhrparkleiter viele Probleme, die sonst oft seinen Arbeitsalltag kompliziert machen. Es gibt zum Beispiel keine Halterhaftung, keine Führerscheinkontrollen und in aller Regel auch keine aufwändigen Verhandlungen bei der Fahrzeugrückgabe.

Wie sieht es mit Restwerten aus?

Alexandros Molphetas: Die Finanzbehörden halten nach 36 Monaten Leasinglaufzeit einen Marktwert von 40 Prozent des Listenpreises für lohnsteuerlich unbedenklich. Wir beabsichtigen, dem Nutzer sein JobRad nach Leasingende zu einem erwarteten Gebraucht-Kaufpreis von 17 Prozent anzubieten. Die Versteuerung des aus der Differenz entstehenden geldwerten Vorteils übernehmen wir. Dieses Prozedere sorgt dafür, dass die Übernahme für den Angestellten attraktiv ist.

Beobachten Sie in Unternehmen einen Trend zum Mobilitätsbudget?

Alexandros Molphetas: Wir merken schon, dass ein Umdenken stattfindet. Mobilität bedeutet heute nicht mehr nur ein möglichst großes Auto. Innerhalb des betrieblichen Mobilitätsmix wird das Dienstrad immer wichtiger – es ist in vielen Fällen eine wunderbare Ergänzung.

Herr Molphetas, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 

Foto: © JobRad

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