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Leasing: immer noch das Maß der Dinge?

Frankfurt, 29.11.21

Leasing

Das Fahrzeugleasing ist bei den gewerblichen Flotten in Deutschland nicht wegzudenken. 59,8 Prozent aller Pkw in Deutschland sind geleast, wenngleich diese Quote nun bereits im dritten Jahr in Folge leicht sinkt. Bei genauer Betrachtung sind es aber besonders Großflotten (die traditionell viel leasen), welche die selbst verwaltete Flotte im eigenen Besitz wieder als Vorteil entdecken. Mittlerweile sind dies schon wieder 30 Prozent in diesem Segment.

Motivation zum Kauf?

Doch weshalb ist dies so? Insbesondere in einer Zeit, bei der man nicht absehen kann, wie sich die Mitarbeiterzahl und die damit gebundenen Dienstwagen entwickeln, sollte man meinen, dass große Unternehmen eher auf Finanzierungslösungen der Fahrzeuge zurückgreifen, die das Kapital nicht bis zur Abschreibung oder bis zum Verkauf binden. Hierzu zählt das Leasing zweifelsohne, jedoch gibt es neben dem klassischen Kauf und dem Leasing mittlerweile sehr flexible Lösungen, um eine selbstverwaltete Flotte sehr effizient zu organisieren.

Dies geschieht z.B. mit Hilfe von Software / Apps zum Buchen von eigenen (gekauften) Fahrzeugen im Bestand, sowohl für User Chooser Fahrzeuge als auch klassische Poolfahrzeuge. Ergänzend hat sich der Markt in den letzten Jahren äußerst dynamisch entwickelt, deshalb gibt es mittlerweile sehr attraktive Möglichkeiten im Bereich Auto Abo – kurzfristige Verfügbarkeit von Fahrzeugen für eine absehbare Zeit zu attraktiven Konditionen. Hier ist es noch einfacher Fahrzeuge mit Elektroantrieb zu nutzen, um die Alltagstauglichkeit intensiv zu testen.

Elektro, Plug-In-Hybrid oder doch Diesel – Wie planen die Dienstwagennutzer?

Da wir neben den Fuhrparkbetreibern selbst auch die Dienstwagenfahrer befragt haben, wollten wir natürlich wissen, welche Antriebsart diese für das nächste Fahrzeug planen. Dass 46 Prozent ganz klar einen voll- oder teilelektrischen Antrieb bevorzugen ist auf Basis der (noch) geltenden vorteilhaften Besteuerung für den Nutzer nicht verwunderlich, aber doch bemerkenswert.

Eine detaillierte Infografik zu allen Antriebsarten finden Sie hier.

Ganz im Sinne der Umwelt und der effizienten Nutzung der Fahrzeuge, muss ein solches Vorhaben durch den Fuhrpark und der geltenden Car Policy abgedeckt sein. Die wenigsten Leasinggesellschaften und vor allem Fuhrparkverantwortlichen, möchten bei der Fahrzeugrückgabe ein noch original verpacktes Ladekabel im Kofferraum eines PHEV entdecken.

Aktuell wird in nur in 40 % der Flotten auch eine elektrische Nutzung vorgegeben!

Privatleasing weiter im Trend

Doch wie sieht dies alles im Vergleich zum Privatmarkt aus? Mittlerweile ist das Thema Leasing auch bei den privaten Konsumenten angekommen und weiterwachsend. Hier haben wir aktuell einen Leasinganteil von ca. 6 %. Bis noch vor wenigen Jahren war Privatleasing eher unbeliebt, das Bild hat sich in der Zwischenzeit deutlich gewandelt. Die Kosten sind transparent und orientieren sich an einem realistischen Wertverlust eines gekauften Neuwagens. Teils gibt es aber Angebote, die durch Subventionierungen im Markt deutlich besser sind. Dies steigert die Attraktivität natürlich enorm. Hinzu kommt aber auch hier die Ungewissheit bei den Antriebsarten. Kaufe ich heute noch ein Dieselfahrzeug, wenn ich nicht absehen kann, wie sich die Preise und Einschränkungen in den nächsten 5-7 Jahren entwickeln? Beim Leasing liegt dieses Risiko komplett beim Leasinggeber, nicht beim Leasingnehmer. Dies gilt nur für Kilometerverträge, die eher unüblichen Restwertverträge kommen hier nicht zum Tragen.

Chipmangel – was nun?

Auch Sie spüren sicherlich die Auswirkungen des Chipmangels in der Automobilindustrie. Dies bestätigen uns zumindest 80 % der Unternehmen. Doch was hat dies für Auswirkungen auf das Leasing?

Nach unserer Beobachtung werden primär viele Leasingverträge unkompliziert verlängert, wenn sich die Lieferung der neuen Fahrzeuge verzögert. Ebenfalls profitieren generell noch einige Leasinggesellschaften von den „Vor-Corona-Leasingverträgen“ mit höherer Kilometer-Laufleistung. Diese laufen in diesem und nächstem Jahr allmählich aus..

Eine Methode ist es nun auf Lagerfahrzeuge zuzugreifen, welche auch geleast werden können, aber eventuell im Kauf attraktiver sind. Dies ist aber ganz individuell von Marke und Modell abhängig. Generell kann man sagen, dass Nutzer und Unternehmen sehr geduldig sind und z.B. auch Verträge weit im Voraus abschließen. Aber alles hat Grenzen, wenn Händler, Leasinggesellschaften oder Hersteller nicht in der Lage sind abzusehen, ob das Fahrzeug in sechs oder 18 Monaten geliefert wird.

Auch wir sind sehr gespannt wie sich die Situation diesbezüglich ändern wird. Aktuell sehen wir anhand der aktuellen Zulassungen einen massiven Einbruch im Vergleich zum Vorjahr.

Foto: © Adobe Stock / teroversalainen

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