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Lieferengpässe führen zur Planungsunsicherheit

Frankfurt, 27.05.22

Lieferengpässe

Die Pandemie, die Halbleiterkrise, Shutdowns in China und der Ukraine-Krieg – das alles sind Faktoren, die die Lieferfähigkeit von Fahrzeugen derzeit negativ beeinflussen. Wartezeiten von mehreren Monaten bis weit über einem Jahr sind eher an der Tagesordnung als die Ausnahme. Und noch ist kein Ende in Sicht.

Zu Beginn des Jahres sah es noch so aus, als könnte sich die Autoindustrie so langsam vom Chipmangel erholen. Allerdings hat die aktuelle Situation dem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch den Krieg und einen erneuten Lockdown Chinas sind die globalen Lieferketten derzeit weiter unter Druck. Fuhrparkmanager:innen berichten, dass die Lieferprobleme bei den meisten Herstellern spürbar sind. Gerade bei denen, die in Russland produzieren, ist allerdings mit stärkeren Beeinträchtigungen zu rechnen. Dazu gehören deutsche Marken wie VW, Mercedes und BMW. Nicht nur, dass die Werke in Russland komplett stillstehen, auch die Produktion in anderen Werken sind von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Problematisch wird es außerdem, wenn viele der benötigten Teile importiert werden.

Die derzeitigen Lieferengpässen wirken sich nicht nur negativ auf die Unternehmensmobilität aus, sie beeinträchtigen auch die Mobilitätswende in erheblichem Maße. Bei vielen der betroffenen Fahrzeuge handelt es sich um solche mit alternativen Antrieben. Gerade Elektrofahrzeuge oder Plugin-Hybride haben Lieferzeiten von vielen Monaten, so dass auch die Innovationsprämie gefährdet ist. Verbrennungsmotoren sind teilweise noch in akzeptablen Zeiträumen verfügbar. Die wirklich sinnvolle Mobilitätswende wird deshalb ungemein gebremst. Auch wenn im Rahmen einer nachhaltigen Unternehmensmobilität auf Fahrzeuge verzichtet und nicht nur Antriebe ausgetauscht werde sollte, ist das Fahrzeug eben immer noch ein wesentlicher Bestandteil unserer Wirtschaft. Erschwerend kommt hinzu, dass Fuhrparkmanager:innen derzeit von Planungsunsicherheiten geplagt sind. Nicht nur, dass ungewiss ist, wann ein Fahrzeug geliefert werden kann, ebenso ist unklar, ob man von dem erhöhten Umweltbonus inklusive Innovationsprämie profitieren kann. Um diese zu erhalten, muss ein Fahrzeug nämlich bis 31.12.2022 zugelassen sein, die Bestellung allein ist nicht ausreichend. Im schlimmsten Fall ist die komplette Kalkulation dahin, weil die Förderprämie nicht in vollem Umfang ausgezahlt wird. Eine Farce und ein weiterer Faktor, der die Mobilitätswende ausbremst. Einige Hersteller haben reagiert und garantieren die Auslieferung vor dem Jahreswechsel oder wollen die Innovationsprämie aus eigener Tasche zahlen.

Fuhrparkverantwortliche müssen letztendlich alleine entscheiden und sind hinsichtlich der Lieferproblematiken auf sich alleine gestellt. Wenn Fahrzeuge weiter genutzt werden können, dann sollte das auch gemacht werden. Fahrzeuge sollten erst ausgesteuert werden, wenn für Ersatz gesorgt ist. Handelt es sich um ein Leasingfahrzeug, dann können Unternehmen versuchen, die Verträge zu den bestehenden Konditionen zu verlängern. Ist das nicht möglich, bieten sich Mietmodelle wie das Auto-Abo an. So können Mobilitätslücken über einen Zeitraum von mehreren Monaten überbrückt werden. Auch hier muss natürlich sichergestellt sein, dass die Fahrzeuge verfügbar sind. In jedem Fall ist die Lage derzeit angespannt, keine Besserung ist in Sicht und die Lieferschwierigkeiten haben große Auswirkungen auf die gesamte Unternehmesmobilität.

Fleet & Mobility Cockpit: Know-how Steuerzentrale für Mitglieder

Neben den Kooperationen bietet der Verband seinen Mitgliedern auch umfassendes Know-how zum Thema Nachhaltigkeit und Mobilitätswende. Um die komplexen praktischen Anforderungen des Mobilitäts- und Fuhrparkmanagements zu erfüllen, wird umfangreiches Wissen gebraucht. Wichtige Insights wie aktuelle Fragen des Fuhrparkrechts, aber auch Checklisten, spannende Links und weiterführende Informationen rund um Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementthemen finden Mitglieder des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement in unserer Online-Enzyklopädie „Fleet & Mobility Cockpit“.

Außerdem stehen parat: Praxistipps und Downloadmöglichkeiten von Arbeitshilfen und Tools bis zur Rechts- und Steuerauskunft. Das laufend aktualisierte Cockpit ist genau die richtige Anlaufstelle. Es ist die Know-how Steuerzentrale für das Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement. Es ist exklusiv und kostenlos für Mitglieder, die damit Zugriff auf eine umfassende Onlinepublikation haben – vergleichbar zum Beispiel mit einem Loseblattwerk erheblichen Umfangs, nur einfacher zu nutzen und schneller zu aktualisieren. Loggen Sie sich dafür einfach in den internen Bereich auf www.mobilitaetsverband.de ein.

Foto: © Adobe Stock / jeson

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