- Starke Privatnachfrage (+12 %) treibt das Marktwachstum im Oktober an
- BEV-Anteil knackt erstmals 20-Prozent-Marke ohne Kaufprämie, in Flotten 26 Prozent
- Rückgang bei Vermieterzulassungen zieht Transportermarkt um zwei Prozent ins Minus
Robustes Ergebnis im Oktober
Der deutsche Pkw-Markt zeigte sich im Oktober 2025 robust: Rund 250.000 Autos kamen neu auf die Straßen. Das entspricht einem Wachstum von knapp 8 Prozent und aufs Jahr hochgerechnete Neuzulassungen von 2,96 Millionen. Das zeigt, wo im nächsten Jahr die Reise hingehen kann. Das Jahr 2025 wird jedoch durch das schwache erste Halbjahr schwächer abschneiden. Dataforce rechnet bis einschließlich Dezember mit 2,82 Millionen Pkw-Neuzulassungen und damit einer Stagnation.
Starke Privatnachfrage und taktische Zulassungen auf Vermieter und Fahrzeugbau
Dass der Pkw-Markt nun seit vier Monaten mit robusten Wachstumsraten glänzen kann, liegt vor allem an der Entwicklung der privaten Nachfrage. Diese kletterte im Oktober um weitere 12 Prozent. Bis zum Ende des Jahres werden die privaten Neuzulassungen voraussichtlich um 20.000 Einheiten zunehmen.
Seit ebenfalls vier Monaten steigen die Neuzulassungen der Autovermieter um zweistellige Prozentzahlen. Im Oktober 2025 lag die Wachstumsrate bei 29 Prozent. Der untypisch hohe Anteil von Elektroautos in diesem Kanal deutet auch auf vermehrte taktische Zulassungen hin.
Ebenfalls fortgesetzt hat sich das Wachstum der Eigenzulassungen im Fahrzeugbau (+22 %), ganz im Gegensatz zu den Eigenzulassungen des Fahrzeughandels (-3 %). Bei beiden Marktsegmenten ist jedoch die Entwicklung immer noch in Bezug auf die geringe Ausgangsbasis nach dem Halbleitermangel zu sehen.
Kommen wir – last, but not least – zur Entwicklung der Firmenwagenzulassungen. Der Flottenmarkt hat sich im Oktober 2025 auf Vorjahresniveau bewegt (+0,7 %). Nach den oft zweistelligen Rückgängen im ersten Halbjahr ist die Nachfrage der Fuhrparkverantwortlichen also stabil.
Elektrifizierung gewinnt wieder an Dynamik
Bei der Elektrifizierung gibt es mittlerweile ein eingeübtes Muster: Geringere Anteile zum Jahresanfang, Spitzen zum Jahresende. Das scheint sich nun auch 2025 zu wiederholen. Im Oktober entschieden sich 21 Prozent der Neuwagenkäuferinnen und -käufer für ein BEV, fast zwei Prozentpunkte mehr als im September. Zum ersten Mal überhaupt überstieg der Anteil der batterieelektrischen Antriebe ganz ohne staatliche Kaufprämie die Marke von 20 Prozent.
Bei Firmenwagen sind die vollelektrischen Antriebe fast gleichauf mit Benzin und Diesel: 20.900 Diesel, 20.700 Benziner, 20.000 BEV im Oktober. 2026 werden BEVs damit die meistverkaufte Antriebsart in Flotten.
Weiterhin stark nachgefragt sind die Plug-In-Hybride (+60 %). 45 Prozent der PHEV-Zulassungen gehen dabei an Flotten, immerhin 20 Prozent an Privatkunden.
Transportermarkt gibt im Oktober nach


