Marktsegmente Dezember 2018: Ein Rückgang zum Jahresabschluss

Frankfurt, 09.01.19

Im letzten Monat des Jahres gaben die Pkw-Neuzulassungen erneut nach. Hinsichtlich einiger Marktsegmente weisen die Zahlen im Dezember aber auch auf eine gewisse Beruhigung hin. Aufgrund dieser Wachstumszahlen rutschte der Gesamtmarkt jedoch bei der Jahresbetrachtung ins Negative. Während der Relevante Flottenmarkt trotz eines Rückgangs immer noch ein ordentliches Ergebnis erzielte, konnte der Privatmarkt kumuliert sogar ein Plus verbuchen.

 

Der Flottenmarkt mit einem leichten Minus

Seit September 2018 haben Lieferschwierigkeiten und Homologationsverzögerungen infolge der WLTP-Einführung den deutschen Automobilmarkt im Griff. Auch im Dezember waren entsprechende Folgen noch spürbar, denn insgesamt gab der deutsche Pkw-Markt um 6,7 Prozent nach, wobei auch die meisten Marktsegmente diesem Trend folgten. Dabei musste der Privatmarkt den deutlichsten Rückgang um 12,8 Prozent hinnehmen.

 

Dagegen beruhigte sich das Geschehen auf dem Relevanten Flottenmarkt (gewerbliche Neuzulassungen ohne Hersteller, Handel und Autovermieter) zum Teil. Nachdem das Marktsegment im September und November noch herbe Rückschläge hinnehmen musste, gaben die Neuzulassungen im Dezember nur um 3,5 Prozent nach. Bei den übrigen gewerblichen Sondereinflusskanälen verzeichnete nur das Geschäft der Autovermieter ein Plus von 14,7 Prozent, während die Eigenzulassungen von Fahrzeugbau (- 10,6 %) und Fahrzeughandel (- 7,9 %) hinter dem Volumen des Vorjahresmonats zurückblieben. Im Dezember fielen die taktischen Neuzulassungen daher insgesamt um 2,9 Prozent.

 

Jahresbilanz 2018

Bei Betrachtung des gesamten Jahres 2018 ist es aufgrund dieser Entwicklungen wenig verwunderlich, dass der Pkw-Markt das Vorjahresergebnis knapp verfehlte (- 0,2 %) und etwas weniger als 3,44 Millionen Pkw zugelassen wurden. Die Sondereinflusskanäle kamen dabei auf die gleiche Wachstumsrate wie der Gesamtmarkt (- 0,2 %). Haupttreiber waren dabei die Eigenzulassungen des Fahrzeugbaus (- 4,0 %), während sich die Neuzulassungsvolumina von Fahrzeughandel (+ 0,6 %) und Autovermieter (+ 1,7 %) sogar erhöhten.

 

Auch der Relevante Flottenmarkt fiel aufgrund der Marktproblematik unter sein Vorjahresniveau (- 3,2 %). Dennoch erreichte er mit 818.859 neuzugelassenen Pkw immer noch eines der besten Resultate seit Beginn der Dataforce Aufzeichnungen im Jahr 2001. Im Gegensatz dazu konnte der Privatmarkt sein Vorjahresergebnis überbieten (+ 2,0 %). Zwar war auch dieses Segment ab der zweiten Jahreshälfte mit Lieferverzögerungen konfrontiert, die Zulassungen konnten aber durch die Dieselprämien zu Beginn des Jahres ordentlich nach oben getrieben werden.

 

Dieselanteil mit einem leichten Aufwärtstrend

Zu Beginn des Jahres hatte Dataforce bereits damit gerechnet, dass der Dieselanteil sich wieder etwas steigern und bei etwa 35 Prozent einpendeln wird. Der Dieselanteil war in den Herbstmonaten von dieser Prognose zwar noch etwas entfernt, dennoch konnte bereits im November durch eine wachsende Anzahl an Euro 6d temp Modellen eine Verbesserung festgestellt werden. Im Dezember steigerte sich der Dieselanteil nochmals, sodass Selbstzünder genau 35,0 Prozent des Gesamtmarktes ausmachen, der höchste Wert seit mehr als einem Jahr.

 

Auch Transporter noch im Minus

Genau wie der Pkw-Markt gaben die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities im Dezember nach (- 3,7 %). Sowohl der Privatmarkt (- 2,0 %) als auch der Flottenmarkt (- 13,6 %) waren im Minus, während die Sondereinflüsse aufgrund der hohen Fahrzeugbau-Eigenzulassungen ihr Volumen leicht erhöhten (+ 1,0 %).

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