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Nachhaltige Mobilität braucht belastbare Daten

Frankfurt, 28.10.26

Nachhaltige Mobilität

 

Weniger Nachhaltigkeitsbürokratie ändert nichts an der Aufgabe: Unternehmen müssen Emissionen senken, Kosten beherrschen und passende Mobilitätsangebote schaffen. Entscheidend sind Daten, die konkrete Entscheidungen ermöglichen.

Wie wirtschaftlich ist die Flotte? Welche Fahrzeuge lassen sich elektrifizieren? Und welche Alternativen erleichtern Beschäftigten den Arbeitsweg? Wer betriebliche Mobilität nachhaltig gestalten will, braucht belastbare Antworten – unabhängig von gesetzlichen Berichtspflichten.

Dabei reicht der Blick auf den Dienstwagen nicht aus. Poolfahrzeuge, Geschäftsreisen und Pendelverkehr gehören ebenfalls in eine Mobilitätsstrategie. Mobilitätsangebote beeinflussen neben Emissionen und Kosten auch die Zufriedenheit der Beschäftigten und die Arbeitgeberattraktivität. Nachhaltigkeit verbindet damit ökologische, soziale und unternehmerische Ziele. Dataforce wird auf der NaKoBeMo die Ergebnisse des BBM Mobility Survey 2026 präsentieren und einige wertvolle Erkenntnisse und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen mitbringen.

 

Daten als Grundlage für Entscheidungen

Für die Steuerung zählen vor allem Antriebsarten, Fahrleistungen, Kraftstoff- und Stromverbräuche sowie die daraus resultierenden Emissionen und Gesamtkosten. Je nach Unternehmen kommen Daten zu Geschäftsreisen und Arbeitswegen hinzu. Nicht jede Kennzahl ist für jeden Betrieb relevant. Entscheidend ist, dass Informationen verlässlich, vergleichbar und für konkrete Entscheidungen nutzbar sind.

Digitale Lösungen und KI können die Auswertung erleichtern. Ihr Nutzen entsteht jedoch erst, wenn Unternehmen daraus Konsequenzen ziehen: Fahrzeuge bedarfsgerecht auswählen, ihre Auslastung verbessern, Ladeinfrastruktur planen oder Fahrten vermeiden.

 

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gemeinsam steuern

Elektrifizierung ist ein wichtiger Baustein. Ob sie im Alltag funktioniert, hängt von Einsatzprofilen, Lademöglichkeiten und Gesamtkosten ab. Hinzu kommen Fahrradangebote, ÖPNV, Fahrgemeinschaften oder Mobilitätsbudgets. Welche Kombination passt, bestimmen die betrieblichen Anforderungen und die Bedürfnisse der Beschäftigten.

Dafür müssen Fuhrpark, Personalbereich, Travel Management, Einkauf und Controlling zusammenarbeiten. Eine Mobility Policy schafft klare Ziele und Zuständigkeiten. Datenschutz, steuerliche Fragen und nachvollziehbare Prozesse gehören ebenfalls dazu. So wird aus einzelnen Angeboten eine Mobilitätsstrategie, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist.

 

CSRD & Fuhrpark auf einen Blick

Der Fuhrpark taucht nicht als eigenes Kapitel auf – ist aber quer über mehrere European Sustainability Standards (ESRS) hinweg relevant.

 

CSRD-/ESRS-Bereich Bedeutung für den Fuhrpark Typische Fragestellungen für Entscheider
ESRS E1 – Klimawandel Sehr hoch Wie hoch sind die CO₂-Emissionen der Flotte? Wie entwickelt sich die Elektrifizierungsquote?
ESRS E2 – Umweltbelastung Mittel Welche Kraftstoffe werden eingesetzt? Wie entwickeln sich Verbrauch und Emissionen?
ESRS S1 – Eigene Belegschaft Mittel Wie wirken Mobilitätsangebote auf Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden?
ESRS G1 – Governance Hoch Gibt es klare Car Policies, Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse im Fuhrpark?
Lieferkette / Scope 3 Zunehmend relevant Welche Mobilitätsdaten müssen an Kunden, Konzerne oder Auftraggeber geliefert werden?
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NaKoBeMo 2026: Von der Strategie zur Praxis.

Genau diese Fragen stehen auf der Nationalen Konferenz für betriebliche Mobi-lität (#NaKoBeMo®) am 24. und 25. November 2026 im Heidelberg Congress Center im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Vom Mobilitätstrend zur Unternehmens-praxis: Digital. Nachhaltig. Kosteneffizient.“ geht es unter anderem um Mobilitätsdaten und KI, Elektrifizierung und Ladeinfrastruktur, wirtschaftliche Mobilitätskonzepte sowie Datenschutz und steuerliche Rechtssicherheit. Studien, Praxisbeispiele und Erfahrungsaustausch zeigen, wie Unternehmen vom Wissen ins Handeln kommen.

Programm und Anmeldung: https://mobilitaetsverband.de/nationale-konferenz-mobilitaet

Axel Schäfer Bundesverband Betriebliche Mobilität

Axel Schäfer

Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Bundesverbands Betriebliche Mobilität e.V. und Sprecher der FMFE Fleet And Mobility Management Federation Europe

Bundesverband Betriebliche Mobilität e. V. (BBM)

Foto Titel: © Adobe Stock / Hand Robot

Foto Axel Schäfer: © Bundesverband für Betriebliche Mobilität

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