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Risk- und Schadenmanagement bei Elektrofahrzeugen

Frankfurt, 26.08.22

Schadensmanagement

Das Risk- und das Schadenmanagement sind zwei wichtige Aspekte des Fuhrparkmanagements. Im Zuge der Digitalisierung und der Elektrifizierung der Flotten, gibt es neue Herausforderungen an Schadens- und Riskmanager:innen. Insbesondere durch Elektrofahrzeuge ändern sich die Anforderungen an die Fahrer:innen und die Gefahrenquellen verschieben sich.

Das Schadenmanagement befasst sich mit allen Prozessen, die nach einem Unfall zu managen sind. Im Wesentlichen geht es darum, durch Schnelligkeit und Effektivität eine Kostenreduktion zu erreichen. Der Schaden als solches ist bereits eingetreten und deswegen nicht mehr zu verhindern. Allerdings können die wirtschaftlichen Folgekosten und Ausmaße gesteuert und optimiert werden. Im Gegensatz zum Schadenmanagement befasst sich das Riskmanagement mit allen Prozessen, die einen Unfall verhindern. Es kümmert sich um alle präventiven Strategien und soll die Kfz-unfallbedingten Schadenereignisse reduzieren, im besten Fall ganz eliminieren. Das Riskmanagement besteht aus einem ganzheitlichen Schaden-Präventionskonzept, das technische, organisatorische und auch arbeitspsychologische Maßnahmen intelligent und modular kombiniert. Nur wenn die Unfallursache feststeht, gibt es Möglichkeiten, Unfälle zu minimieren und die Schadenhäufigkeiten zu verringern.

Um den Grund eines Schadens zu ermitteln, müssen nicht nur technische Daten ausgewertet werden, es müssen auch Umfeldinformationen wie Schadensort oder Fahrerbelastung durch Stress oder Ablenkung in den Blick genommen werden. Bei der Auswertung der Schäden zeigt sich nämlich, dass es in vielen Fällen am Faktor Mensch hängt. Deswegen gilt es, ein besseres Bewusstsein im Umgang mit den Dienstfahrzeugen zu erreichen. Gleichzeitig liegt es an den Riskmanagern und den Fuhrparkverantwortlichen, eine ausreichende Einweisung in das Fahrzeug zu leisten.

Durch die zunehmende Elektrifizierung der Flotte ergeben sich neue Herausforderungen für Schadens- und Riskmanager:innen. Damit die Schadenhäufigkeit nicht steigt, gilt es präventiv zu arbeiten und eine optimale Einweisung zu geben. Zumal es häufig deutlich teurer wird, wenn es zu einem Unfall mit Elektrofahrzeugen kommt. Riskmanager:innen sind hier gefragt. Die Einweisung und Unterweisung in die Fahrzeuge muss an die veränderten technischen Bedingungen angepasst werden. Die für Viele neue Antriebsart bietet nicht nur neue Technologien, sondern auch ein verändertes Fahrverhalten. Zudem ergeben sich neue Gefahrenquellen, beispielsweise bezüglich des Ladevorgangs. Gibt es hier keine geeignete Riskmanagement-Strategie und ein Schadenmanagement, welches entstandene Schäden aufarbeitet, kann das erhebliche Folgen mit sich ziehen. Nicht nur der Mobilitätsausfall geht damit einher. Es entstehen unter Umständen auch hohe Folgekosten und die Gesundheit der Mitarbeitenden steht auf dem Spiel. Deswegen muss eine umfassende Einweisung und Bedienung in das neue Fahrzeug immer an erster Stelle stehen.  Es zeigt sich schon jetzt, dass es hinsichtlich des Risk- und Schadenmanagements eine große Veränderung geben wird. Nicht nur die veränderten Antriebsarten, auch die Digitalisierung spielen dabei eine Rolle. Das sieht man nicht nur in der technologischen Entwicklung und Ausstattung der Fahrzeuge, sondern auch in der daraus resultierenden Technik zur Sensibilisierung der Fahrer:innen. Mit steigender technischer Ausstattung wird die Bedienung der Fahrzeuge immer komplexer – unabhängig von der Antriebsart. Hier sind Fuhrparkverantwortliche und Riskmanager:innen zugleich gefragt.
Bei weiteren Fragen zum Thema oder – falls Sie Bedarf an einer Beratung haben – wenden Sie sich gerne an Bundesverband Betriebliche Mobilität (info@mobilitaetsverband.de).

Fleet & Mobility Cockpit: Know-how Steuerzentrale für Mitglieder

Neben den Kooperationen bietet der Verband seinen Mitgliedern auch umfassendes Know-how zum Thema Nachhaltigkeit und Mobilitätswende. Um die komplexen praktischen Anforderungen des Mobilitäts- und Fuhrparkmanagements zu erfüllen, wird umfangreiches Wissen gebraucht. Wichtige Insights wie aktuelle Fragen des Fuhrparkrechts, aber auch Checklisten, spannende Links und weiterführende Informationen rund um Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementthemen finden Mitglieder des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement in unserer Online-Enzyklopädie „Fleet & Mobility Cockpit“.

Außerdem stehen parat: Praxistipps und Downloadmöglichkeiten von Arbeitshilfen und Tools bis zur Rechts- und Steuerauskunft. Das laufend aktualisierte Cockpit ist genau die richtige Anlaufstelle. Es ist die Know-how Steuerzentrale für das Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement. Es ist exklusiv und kostenlos für Mitglieder, die damit Zugriff auf eine umfassende Onlinepublikation haben – vergleichbar zum Beispiel mit einem Loseblattwerk erheblichen Umfangs, nur einfacher zu nutzen und schneller zu aktualisieren. Loggen Sie sich dafür einfach in den internen Bereich auf www.mobilitaetsverband.de ein.

Foto: © Adobe Stock / frimufilms

Ralph Feldbauer

Ralph Feldbauer
Fachreferent für Risk- und Schadenmanagement
Bundesverband Betriebliche Mobilität e.V. (BBM)

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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