SEAT Ibiza TGI: richtig Gas geben

Frankfurt, 26.11.19

Mit deutlich über fünf Millionen verkauften Einheiten ist der SEAT Ibiza unbestritten einer der Hauptumsatzträger der spanischen VW-Tochter. Im Frühsommer bastelten die Techniker aus Barcelona ihrem Kompakten drei CNG-Tanks (compressed natural Gas) unter den Kofferraum, modifizierten den 1-Liter-Turbomotor – und schafften damit die Effizienzklasse A+. Unser Fahrbericht zeigt, ob das für den Flottenalltag reicht.

Vor zwei Jahren überraschte der VW-Konzern mit einer kräftigen Aufwertung der Marke SEAT und speziell des Ibiza: Der Kompakte war der erste im Unternehmen, der auf der neuen Plattform MQB (steht für: modularer Querbaukasten) A0 konstruiert war. Mit der deutlich breiteren Basis konnten die Spanier ein Auto bauen, das nicht nur viel mehr Raum im Innern gewährt, sondern auch einen klar sportlicheren Auftritt hinlegt – und einfach besser zu fahren ist. Das kantige Design gefiel unseren Testern auf Anhieb: eine „messerscharfe Optik“ attestiert einer, ein „schmuckes kleines Auto“, meint ein anderer.

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Foto: © Seat SA

Immer über die verbleibende Reichweite informiert (Foto: © Dataforce)

Viel Platz für einen Kompakten (Foto: © Dataforce)

Der Ibiza wirke „klein und sportlich“, die markentypischen Kanten gäben dem spanischen Kompakten einen „beinahe gefährlich aussehenden Look“. Auch innen macht die FR-Ausstattung, mit der der Testwagen auf den Hof rollte, einen guten Eindruck: „sportliches Ambiente“ entstehe durch die Verwendung von Winkeln als Designelementen. Die Bedienung gibt keine Rätsel auf, der 8-Zoll-Bildschirm arbeitet blendungsfrei, die Einbindung des Handys und das Navigieren gehen problemlos vonstatten. Die Anordnung aller Funktionen über Multifunktionslenkrad und Bildschirm sei „sehr ergonomisch“.

Laut ADAC umweltschonendster Antrieb

Zwei Jahre nach dem gelungenen Facelift spendieren die Martoreller Konstrukteure ihrem „Kleinen“ einen umweltschonenden CNG-Antrieb (Effizienzklasse A+) auf Basis des bewährten 1-Liter-Dreizylinder-Turboaggregats. In Kombination mit dem 6-Gang-Schaltgetriebe macht der Antrieb eine „gute Figur“. Der Wagen fahre „ruhig und unaufgeregt“, schwimme sowohl im Stadtverkehr als auch über Land gut mit. Der Motor arbeite „ohne Fehl und Tadel“ – durchaus „spritzig und agil“, so notiert einer unserer Tester, bewege sich das 90 PS starke Triebwerk. Es komme sofort fröhlicher Fahrspaß auf, vor allem in der Stadt spielt der Kleine seine Größe aus. Das manuelle Sechsgang-Getriebe raste „sauber und akkurat“ ein und bringe die Kraft des Kompakten zuverlässig auf die Straße. In Kombination mit dem Sportfahrwerk des SEAT Ibiza eine „gute Wahl“.

Der Testwagen mit FR-Austattung (Foto: © Dataforce)

Erdgas tanken geht schnell und einfach (Foto: © Dataforce)

Spaß beim Tanken

Mit nach Werksangaben rund 500 Kilometern Gesamtreichweite (360 Kilometer im CNG-Betrieb aus drei CNG-Tanks mit 13,8 kg Füllung, 140 Kilometer aus dem 9-Liter-Benzintank) ist dieser Wagen vor allem als Poolfahrzeug spannend für Unternehmen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen und deren Mitarbeiter einen weiteren Radius fahren als Elektroautos normalerweise schaffen. Sofern eine Erdgastankstelle in der Nähe ist, wie die Dataforce Testpiloten hervorheben. Dem ersten Übernehmer spielte sein Vorgänger einen Streich, der Erdgastank war leer! Unserem wackeren Fahrer blieb nichts anderes übrig, als durch den Berufsverkehr zur nächsten Erdgas-Säule zu schippern. Mit rund zehn Litern Benzinreserve kann das auf dem platten Land zu einer Nervenprobe werden. Sonst aber gestaltet sich die Tankstellensuche meist unproblematisch – eine von Erdgas.info oder gibgas.de herausgegebene App zeigt alle Tankstellen.

Der Tankvorgang selbst, so notieren unsere Probanden, sei so einfach wie Benzin bunkern. Einträchtig nebeneinander liegen das Druckventil des CNG-Tanks und der Stutzen für den Ottokraftstoff. Der extrem niedrige Preis für Erdgas entschädige sofort für den kleinen Umweg zur nächsten Säule – „der Spareffekt ist doch enorm“, staunt ein Dataforce-Pilot.

Fazit: Der SEAT Ibiza ist neben dem Polo und dem Skoda Scala der Einzige seiner Klasse, der mit Erdgas getrieben wird – leider, möchte man fast sagen. Kein anderer ist umweltfreundlicher unterwegs, mit nur 92 Gramm CO2 pro Kilometer erreicht der Kompakte die Effizienzklasse A+ und lässt damit alle Konkurrenten weit hinter sich (auch Stromer übrigens!). Im Flottenbetrieb sei der Wagen „auf jeden Fall eine Überlegung Wert“, notiert ein Probefahrer. Der alternative Antrieb empfehle sich besonders dann, wenn die Mitarbeiter auch in größeren Radien um den Firmensitz kreisen. Allerdings sollte mindestens eine Tankmöglichkeit in der Nähe sein …

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