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User Chooser 2026: Dienstwagenfahrende als zentrale Entscheider im Flottenmarkt

Frankfurt, 01.04.26

Auswahlkriterien Dienstwagen
  • Gut die Hälfte der Dienstwagen werden von ihren Fahrern gewählt. Damit bestimmen Dienstwagenfahrende über ein Volumen von etwa 447.500 Pkw-Neuzulassungen in 2025.
  • 85 Prozent der User Chooser steht die Wahl ihrer Antriebsart komplett frei. Bei der Auswahl der Antriebsart steht für Verbrenner oft Preis-Leistung im Vordergrund, während bei (hybrid-) elektrischen Antrieben Förderung eine große Rolle spielt.
  • Etwa zwei Drittel der User Chooser bleiben beim Fahrzeugwechsel bei der gleichen Fahrzeugmarke.

 

User Chooser prägen den Dienstwagenmarkt

Mehr als die Hälfte der Dienstwagen wird von den Fahrenden selbst ausgewählt: 51 Prozent der Neuzulassungen – das entspricht für das Gesamtjahr 2025 rund 447.500 Fahrzeugen – entfallen auf „User Chooser“. Besonders verbreitet ist es in der IT- und Kommunikationsbranche, in der 78 Prozent der Dienstwagen eigenständig gewählt werden. Am anderen Ende der Skala liegt das Gesundheits- und Sozialwesen mit lediglich 15 Prozent.

Vor diesem Hintergrund ist es entscheidend zu verstehen, nach welchen Kriterien Dienstwagenfahrende ihre Auswahl treffen – und in welchem Rahmen diese Entscheidungen durch unternehmensinterne Car Policies eingeschränkt und vorgegeben werden. Bei der Wahl spielen vor allem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, die Marke sowie Fahrkomfort und Ausstattung eine zentrale Rolle. Fahrerinnen und Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) setzen zusätzlich einen klaren Schwerpunkt auf die Reichweite, die zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren zählt.

Einschränkungen Dienstwagenwahl

Freie Antriebswahl: Kosten und Nutzen im Fokus

Bei der Auswahl der Fahrzeuge verfügen User Chooser meist über große Freiheiten innerhalb ihrer finanziellen Grenzen. Am häufigsten eingeschränkt ist die Markenwahl. Am meisten profitieren davon deutsche Anbieter. Bei User Choosern mit eingeschränkter Markenwahl ist der VW-Konzern bei fast 90 Prozent der User Chooser gestattet, während die deutschen Premiummarken Mercedes oder BMW bei etwa zwei Dritteln gewählt werden dürfen. Importeure aus Europa, Asien (vor allem Korea und Japan) und Übersee sind jeweils bei 30-40 Prozent der User Chooser gestattet; Chinesische Marken immerhin bei bereits 15 Prozent.

Bei der Wahl der Antriebsart genießen die User Chooser relativ große Freiheit, etwa 85 Prozent dürfen frei wählen. Entsprechend prägen individuelle Abwägungen die Entscheidung. Ausschlaggebend sind dabei vor allem wirtschaftliche und nutzungsbezogene Faktoren. Für viele User Chooser spielt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis eine zentrale Rolle, wird jedoch je nach Antrieb unterschiedlich interpretiert: Diesel-Fahrende entscheiden sich häufig aufgrund der geringen laufenden Kosten und der im Alltag als praktisch empfundenen Betankung. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen sind steuerliche Vorteile und staatliche Förderungen besonders wichtig, während diese bei Plug-in-Hybriden sogar den zentralen Ausschlag für die Wahl der Antriebsart geben. 

Markentreue User Chooser

Zwischen Markentreue und Aufbruch zur E-Mobilität

Die Mehrheit der User Chooser bleibt ihrer Marke treu: Knapp zwei Drittel entscheiden sich erneut für denselben Hersteller. Gleichzeitig zeigt sich jedoch Bewegung innerhalb der Marken – mehr als die Hälfte wechselt beim nächsten Dienstwagen das Modell. Wer die Marke wechselt, tut dies meist aus zwei Gründen: dem Wunsch nach besserer Technik und Ausstattung oder dem Wechsel in ein höherwertiges Segment. Am häufigsten ausschlaggebend ist jedoch ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis. Innerhalb derselben Marke steht beim Modellwechsel vor allem der Wunsch nach einem größeren oder hochwertigeren Fahrzeug im Vordergrund.

Auch bei der Antriebsart zeigt sich eine hohe Kontinuität: Rund zwei Drittel planen, ihrer bisherigen Kraftstoffart treu zu bleiben. Besonders ausgeprägt ist diese Loyalität bei Fahrerinnen und Fahrern von batterieelektrischen Fahrzeugen – nahezu 90 Prozent möchten auch beim nächsten Dienstwagen wieder vollelektrisch fahren. Während aktuell 21 Prozent der User Chooser ein BEV fahren, planen insgesamt 32 Prozent für ihren nächsten Dienstwagen einen vollelektrischen Antrieb. Dieser Zuwachs geht vor allem zulasten klassischer Verbrenner: Fahren derzeit noch rund 60 Prozent Benzin- oder Dieselfahrzeuge, wollen künftig nur noch etwa 40 Prozent bei diesen Antriebsarten bleiben. Allerdings erwägen die Dienstwagenfahrenden viel seltener als in den Vorjahren auch einen Markenwechsel aufgrund des Wunsches, elektrisch zu fahren.

Über die Studie

Die Dataforce User Chooser Studie 2026 bietet Einblick in den Beschaffungsprozess und die Nutzung von Flottenfahrzeugen aus Sicht der User Chooser, also Dienstwagenfahrende, die ihre Fahrzeuge selbst auswählen können. Neben den Beweggründen für die Fahrzeugauswahl und ihre aktuelle Nutzung des Fahrzeugs, wird auch dargestellt, welchen Dienstwagen sie in Zukunft beschaffen wollen. Bezogen auf ihr Verhaltensweisen und Einstellung bietet die Studie außerdem eine Typisierung der Dienstwagenfahrenden, die 4 Stereotype für User Chooser identifiziert und charakterisiert. Für die Studie wurden die Ergebnisse von mehr als 700 User Choosern analysiert und aufbereitet.

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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