Volvo XC40: neuer Schwede

Frankfurt, 27.04.18

Volvo füllt sein SUV-Programm von oben nach unten: Nach dem Luxusmodell XC90 und der Mittelklasseversion XC60 kommt nun der Einstiegs-Crossover der Schweden. Im Stil und mit den Tugenden der großen Brüder – aber deutlich günstiger und somit auch stärker vertreten bei Dienstwagennutzern etwa im mittleren Management. Punkten will der kleinste Crossover der Schweden vor allem mit Design und Sicherheit.

Starker Einstieg, sanft abgerundet

Zur Markteinführung standen zunächst nur zwei stärkere Vierzylindermotoren zur Verfügung. Neben einem Zweiliter-Diesel mit 140 kW (190 PS) gab es den aufgeladenen Zweiliter-Ottomotor T5 mit 182 kW (247 PS). Beide Aggregate sind serienmäßig an Achtgangautomatik und Allradsystem gekoppelt und erfüllen jeweils die Abgasnorm Euro 6d Temp. Der XC40 ist der erste Volvo auf der kompakten CMA-Plattform, die künftig auch bei den Kompaktlimousinen der Marke genutzt wird.

Im März haben die Schweden schließlich das Motorenangebot nach unten abgerundet und bieten nun auch einen Dreizylinderbenziner – der erste in der Unternehmensgeschichte. Der 1,5 Liter große Turbomotor mit 115 kW (156 PS) ist ab sofort für das Kompakt-SUV XC40 zu haben, dürfte aber künftig auch in andere Baureihen der Schweden Einzug halten, etwa als Verbrenner-Komponente in einem Plug-in-Hybridantrieb. In Kombination mit Frontantrieb und Sechsgang-Handschaltung soll das neue Einstiegstriebwerk mit 6,8 Litern Kraftstoff auskommen.

Ebenfalls neu im Benziner-Angebot ist ein 2,0-Liter-Vierzylinderturbo mit 140 kW (190 PS) mit Front- oder Allradantrieb. Als Einstiegsdiesel fungiert ab sofort ein 110 kW (150 PS) starker 2,0-Liter-Vierzylinder, der ebenfalls optional mit Allradtechnik bestellbar ist. Während bei dem neuen Vierzylinder-Benziner die Automatik zur Serienausstattung gehört, ist sie beim Selbstzünder Option.

Klares, schnörkelloses Design

Mit seinen Proportionen ist der XC40 eigentlich ein typischer Vertreter der SUV-Szene, doch setzt er dabei auf klare Kante und glatte Oberflächen statt auf wilde Sickenspiele. Von den großen Verwandten XC60 und XC90 unterscheidet es sich unter anderem durch einen markanten Knick in den C-Säulen, große Einbuchtungen in den Flanken oder der optionalen Zweifarblackierung.

Innen bietet der Fünftürer gute Platzverhältnisse. Allerdings handelt es sich bei dem Hochbeiner streng genommen um einen 4+1-Sitzer, da angesichts des wuchtigen Kardantunnels der Platz in der Rückbankmitte nur als Notsitz taugen dürfte. Recht geräumig ist auch der 460 Liter große Kofferraum. Werden beide Knöpfe für linke und rechte Rückbankhälfte gedrückt, wächst der topfebene Laderaum auf 1.336 Liter.

Sicherheit geht vor

Traditionell viel Wert legt Volvo auf die Sicherheitsausstattung. Der XC40 fährt teilweise automatisch, bremst bei drohenden Kollisionen selbstständig und überwacht an Kreuzungen den Querverkehr. Außerdem finden sich auf der Ausstattungsliste teils gegen Aufpreis LED-Scheinwerfer, WLAN-Hotspot und ein Flatrate-Service-Paket, das neben der Rate für das Auto auch Steuer und Versicherung sowie Dienstleistungen wie Pannenhilfe oder Paketlieferungen ins Auto enthält.

Wie die größeren XC-Modelle ist der XC 40 eine gelungene Alternative zu den deutschen Premium-Mitanbietern. Der Schwede ist sehr elegant, auf unterschiedlichste Art motorisiert und wer sich am Fehlen eines Sechszylinders nicht stört, keine Verbrauchswunder erwartet und die ambitionierten Preise in Relation zur Ausstattung und der Verarbeitung zu bringen vermag, der liegt hier richtig.

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