VW Touareg: Oberklasse-SUV

Frankfurt, 29.08.18

Anders als im mittleren Management findet man in den Chefetagen deutscher Unternehmen vergleichsweise wenige VW-Modelle. Das Luxussegment an Firmenwagen für Top-Führungskräfte schöpfen eher die Konzernmarken Audi oder Porsche ab – oder, sehr zum Leidwesen der Volkswagenlenker, eben die anderen klassischen Luxus-Marken fürs gehobene Fahrgefühl. Mit dem neuen VW Touareg wollen die Wolfsburger nun die Lücke schließen, die der Phaeton hinterlassen hat, und wieder Einzug in die oberen Ränge bei den Flottenkunden halten. Deshalb hat die dritte Generation des Oberklasse-SUVs, die seit Juni erhältlich ist, auch kaum noch etwas vom Charme eines Geländewagens. Vielmehr hat er sich zu einem komfortablen Begleiter auf der großen Reise entwickelt.

Dynamik im SUV-Look

Auffallend bei dem um acht Zentimeter auf 4,88 Meter gewachsenen Luxus-SUV ist vor allem die mächtige Frontpartie mit ihrem massiven Grill, der mit den Scheinwerfereinheiten zu verschmelzen scheint. Da das Auto nicht nur in der Länge, sondern auch in der Breite (+ 4,4 Zentimeter auf 1,98 Meter) zugelegt hat, gleichzeitig aber sieben Zentimeter flacher gebaut ist, wirkt der neue Touareg deutlich dynamischer als sein Vorgänger. Beim Einsteigen erwartet die Passagiere ein penibel eingerichteter Innenraum. Der Pilot blickt durchs Lenkrad auf einen 7-Zoll-Bildschirm sowie in der Mittelkonsole auf einen 9,2-Zoll-Touchscreen.

Das Navigationsgerät Discover Pro gehört ebenfalls zum Serienumfang, aufpreispflichtig gibt es das sogenannte Innovision-Cockpit mit größeren Bildschirmen: 12 Zoll vor dem Fahrer und ein 15-Zoll-Touchscreen, beide nur durch eine schmale Naht voneinander getrennt.

Ein Auto für die digitale Generation

Eine scheinbar endlose Serie an Ausstattungsmöglichkeiten komplettiert das Angebot rund um Komfort und Sicherheit. Eine Auswahl: Luftfederung und Allradlenkung, Parkassistent, eine Fahrhilfe zum Einparken mit Anhänger, Rückfahrkamera sowie LED-Matrix-Scheinwerfer, Head-Up-Display, schlüsselloser Zugang, Massagesitze und eine Zuziehautomatik für nicht ganz geschlossene Türen.

Wem das noch nicht reicht, der ordert das große Fahrerassistenz-Paket – unter anderem mit automatischer Distanzregelung und Kreuzungs-, Stau-, Spurhalte- und Spurwechselassistent. Dazu gehört auch ein Nachtsichtsystem mit Wärmebildkamera. Erkennt sie am Straßenrand stehende Fußgänger, projiziert sie ein Abbild ins Cockpit, je nach Risiko in gelben oder roten Umrissen. Gleichzeitig blitzen die Matrix-Scheinwerfer das Hindernis kurz an, um es für den Fahrer sichtbar zu machen.

Hinzu kommen wahlweise Ausstattungspakete, die mit unterschiedlichen Dekoreinlagen, beziehungsweise Hölzern und Lichtelementen, den Fahrzeugen unter den Bezeichnungen „Elegance“, „Atmosphere“ oder „R-Line“ einen eigenen Charakter von technisch-kühl bis sportlich geben sollen.

Zunächst nur zwei Diesel-Varianten

Als Antrieb stehen zunächst nur zwei Sechszylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum mit 170 kW (231 PS) und mit 210 kW (286 PS) zur Verfügung. Beide Aggregate erfüllen die neueste Abgasnorm Euro 6d-temp und sollten damit auch in der Praxis sauber sein. Für 2019 kündigt VW einen V8 TDI mit 310 kW (421 PS) an. Diesel-Verächter können noch in diesem Jahr einen 250 kW (340 PS) starken Sechszylinder-Benziner bestellen – oder sie warten bis Ende 2020: Dann soll das bereits jetzt in China erhältliche Plug-in-Hybrid-System auch nach Deutschland kommen.

 

Fotos: © Volkswagen AG

Das neue VW-Flaggschiff ist länger und breiter als der Vorgänger, wiegt trotzdem weniger und stellt Volkswagens vornehmstes Modell dar. In puncto Wertstabilität kann der Touareg durch sein gelungenes Gesamtkonzept glänzen und sich im Markt behaupten. Die Gründe liegen unter anderem in der eingeschränkten, aber aus wirtschaftlicher Sicht vernünftigen Motorenauswahl. Natürlich profitiert das VW-SUV auch davon, gerade erst vorgestellt worden zu sein, während die Restwertprognosen der direkten Wettbewerber mehr oder weniger unter ihren Lebenszyklen leiden.

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