Wer einsparen will, braucht Kostentransparenz

Frankfurt, 26.11.19

Der Fuhrpark ist in der Regel ein großer Kostenpunkt für Unternehmen. Dieser Posten lässt sich beeinflussen. Dafür ist zunächst Transparenz notwendig. Doch Total Cost of Ownership (TCO) hat sich noch nicht durchgesetzt, obwohl auf dieser Basis konkrete Einsparungen zu erzielen sind. Wir nennen die wichtigsten Stellschrauben.

Die Kosten sollen runter, doch wo haben sie sich versteckt? Häufig werden im Fuhrpark nur die direkten Treiber betrachtet und die indirekten vernachlässigt. Um jedoch versteckte Kosten zu entdecken und zu eliminieren, ist eine Vollkostenbetrachtung oder auch TCO notwendig. Nicht jedes Unternehmen aber kann diesen umfassenden Aufwand leisten. Wer jedoch unser sechs Toptipps fürs Fuhrparkmanagement im Blick hat, kann wesentliche Einsparungen realisieren.

Monitoring setzt sich bei großen Flotten durch

Entsprechend der aktuellen Dataforce-Analyse haben fast die Hälfte der großen Fuhrparks mit mehr als 50 Fahrzeugen ein Kostenmonitoring umgesetzt. Wer weniger als zehn Autos auf dem Hof stehen hat, für den spielt dagegen professionelles Monitoring keine Rolle und ist auch nicht in Planung.
Die Verbreitung von TCO ist nicht an die Branche gekoppelt. Ob Baugewerbe, verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen – jeweils rund ein Viertel verschafft sich bereits einen Überblick über die Kosten der Flotte. Leicht überdurchschnittlich fällt der Handel positiv auf. Die Dienstleistungsbranche dagegen hinkt mit nur zehn Prozent hinterher.
Dabei stufen die befragten Fuhrparkleiter unisono Kostenmanagement als wichtigstes Thema im Fuhrparkalltag ein.

Kosten für Versicherung und Kraftstoffe wird unterschätzt

Für eine TCO Betrachtung werden Aufwendungen und Prozesse des gesamten Fahrzeugbestands einbezogen. Im Alltag jedoch werden oftmals nur einzelne Elemente verfolgt. Unternehmen nutzen beispielsweise Servicepakete für Wartung und Verschleiß, dagegen werden andere Ausgaben nicht erfasst oder nicht ausgewertet, beobachtet Benjamin Kröber, Teamleiter Vertrieb Großkunden bei der Maxgruppe, Frankfurt. „Das Bewusstsein für Kostentransparenz wächst. Es ist jedoch oftmals eine Frage der zur Verfügung stehenden Tools, was analysiert werden kann und vor allem, ob die Software einfach zu bedienen ist“.

Wer hat den Hut auf?

Seiner Erfahrung nach werden meist Kosten für Versicherung, Reifen und Kraftstoffe unterschätzt. Das gelte vor allem für kleinere Fuhrparks. Da fehle häufig ein Verantwortlicher, der sich professionell um das Fahrzeugmanagement kümmere. Die Basis, um kontinuierlich die Ausgaben im Blick zu behalten. Gerade Tankkarten oder ein entsprechendes Telematiktool können mit vergleichsweise geringem Aufwand Aufschluss geben, welches Fahrzeug wie viel gefahren wird, wer von den Fahrern viel oder wenig verbraucht.

 

Top 6 Kostentipps im Fuhrpark— so kann messbar eingespart werden

• Eine eigene Fuhrparkrichtlinie lohnt bereits ab zehn Fahrzeugen; das spart Zeit bei Entscheidungen und bringt Einkaufsvorteile, wenn alle Autos das gleiche Tankstellennetz oder denselben Reifenpartner nutzen.
• Kilometerstände über entsprechende Werkzeuge wie Tankkarten oder Telematiktools erfassen und auswerten
• Schadenssteuerung unter die Lupe nehmen – nicht jeder Kratzer muss neu lackiert oder ein Versicherungsfall werden
• feste Servicepakete sichern planbare Kosten
• Vertragsanpassungen bei Leasing vornehmen
• Downsizing – Motorisierung und Größe der Fahrzeuge bei Neuanschaffungen überdenken.

Foto: © Adobe Stock / v.poth

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