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Wie steht es aktuell um den Transportermarkt in Deutschland?

Frankfurt, 28.09.26

Transportermarkt: Große Flotten treiben Wachstum und Elektrifizierung

Wie steht es aktuell um den Transportermarkt in Deutschland?

Im Verhältnis zu den Pkw-Neuzulassungen fällt das Neuzulassungsvolumen an leichten Nutzfahrzeugen natürlich deutlich geringer aus. Nichtsdestotrotz ist der Absatz dieser Fahrzeuge für viele Hersteller ein sehr wichtiges Standbein. Beim Thema Elektrifizierung hinkt dieses Fahrzeugsegment den Pkw weiterhin klar hinterher, aber es gibt deutliche Signale des Aufschwungs.

Stabiles Ergebnis für den Transportermarkt

Die Neuzulassungen im deutschen Transportermarkt liegen in diesem Jahr etwas unter dem Vorjahresniveau. Für den Zeitraum von Januar bis einschließlich August ergibt sich ein Minus von 2,4%. Etwas mehr als 332.500 Zulassungen von Nutzfahrzeugen bis 7 Tonnen sowie Pkw-Utilities stellen ein solides Ergebnis dar, trotz der insgesamt doch eher widrigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Für den mit Abstand wichtigsten Kanal Flotte fällt der relative Volumenrückgang mit 2,7% ähnlich aus. Dabei steht einer momentanen Kaufzurückhaltung bei kleinen und mittelgroßen Fuhrparks ein deutlicher Zuwachs bei den sehr großen Flotten ab 100 Fahrzeugen aufwärts gegenüber.

Unverändert ist dabei die Dominanz der großen Drei: Volkswagen Nutzfahrzeuge, Mercedes und Ford stellen weiterhin 70 Prozent aller Transporter-Neuzulassungen bei den Flottenkunden.

Marken Bewegung an der Spitze & großer Abstand zum Rest

Auch wenn der Abstand zwischen diesen drei Herstellern recht gering ausfällt, zeigt sich eine recht unterschiedliche Dynamik. Während VW Nutzfahrzeuge sein Volumen trotz des generellen Marktrückgangs um 3 Prozent steigern konnte, war Mercedes nicht in der Lage, das (allerdings auch sehr hohe) Vorjahresniveau zu bestätigen (-11%). Dennoch konnte man Ford (-2%) hinter sich lassen.

Mit großem Abstand folgt dann Opel, wobei das Volumen der Rüsselsheimer um einen zweistelligen Prozentsatz zurückging. Dieses Schicksal teilen im Übrigen auch die anderen Stellantis-Marken Peugeot und Citroen, während der Rückgang bei Fiat Professional „nur“ 8,7% beträgt. Abgeschlossen wird das Top-10 Ranking von Nissan, aber dahinter lauert auf Rang 11 bereits ein interessanter neuer Herausforderer: Kia. Derzeit noch mit lediglich einer einzigen (vollelektrischen) Baureihe vertreten, ist mit dem koreanischen Hersteller in der Zukunft sicher zu rechnen.

Die Krone der Nummer 1 auf Modellebene geht an den Mercedes Sprinter. Er war von Januar bis August das meist neu zugelassene Transportermodell. Allerdings fehlten dem VW Transporter auf Rang Zwei gerade mal etwas mehr als 100 Einheiten auf den Platz an der Sonne. Das Top-10 Ranking wird erwartungsgemäß ebenfalls von den drei dominierenden Marken bestimmt. Einziger Ausreißer ist der MAN TGE, der Position neun belegt.

Obwohl lediglich die Hälfte der Top-10 Modelle über vollelektrische Varianten verfügt, hat sich der Elektroanteil hier fast verdoppelt (von 6% auf 11%).

Modelle: Mercedes Sprinter knapp an der Spitze

Über alle Marken und Modelle hinweg ist der Zuwachs der Elektrovarianten noch etwas ausgeprägter. Der BEV-Anteil kletterte um fast fünf Prozentpunkte auf nun 15,2%. Im Juli wurde sogar die Schwelle von 18% erreicht. Auch Fahrzeuge mit Plug-In Hybrid Antrieb konnten zulegen und ihren Anteil auf 4,8% ausbauen. Der Dieselanteil ging zwar um mehr als sechs Prozentpunkte zurück, allerdings verfügen damit immer noch drei von vier neuen Transportern über einen Selbstzünder unter der Motorhaube.

verteilung der kraftstoffarten

Der Trend der Elektrifizierung der Transporterflotten ist also zweifellos erkennbar. Gleichzeitig muss er sich in Zukunft aber noch deutlich beschleunigen, denn nur so lassen sich letztendlich die ja auch für Nutzfahrzeuge geltenden Flottengrenzwerte der EU erfüllen und damit mögliche Strafzahlungen vermeiden.

Grafik: © Dataforce

Beitragsbild: © Adobe Stock: PrettyStock

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