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E-Mobility: Zahlen, Status, Infrastruktur

Frankfurt, 25.08.20

E-Mobility in Zahlen

Mit einem Anteil von 18 Prozent im Juli haben die alternativ betriebenen Pkw im Relevanten Flottenmarkt (RF) ihren Rekordwert erreicht.

Dies entspricht einem Zuwachs von 92 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Jan-Jul 2019). Dass die Begeisterung für Hybrid, Elektro und Erdgas nur schleppend zunimmt, scheint ein Gerücht zu sein. Wie sehen die konkreten Zahlen aus, welche Einstellungen haben die Dienstwagenfahrer (DW-Fahrer) zu „E“ und wie ist die Mobilitätswende im Ganzen zu bewerten?

 

Neuzulassungszahlen

Kurz zu den Fakten: Der Privatmarkt ist mit über 26.000 Einheiten in den ersten sieben Monaten durchaus elektroaffin, hier spielen Hybride und Plug-In Hybride die kleinere Rolle mit jeweils ca. 15.000 neu zugelassenen Pkw. Den Relevanten Flottenmarkt – das sind die gewerblich zugelassenen Pkw ohne die Fahrzeughandels, -bau und Vermieter-Zulassungen – dominieren die Plug-In Hybride mit stolzen 33.800 Neuzulassungen und 350 Prozent Zuwachs in diesem Jahr. Gefolgt von Elektro (16.500/+22 Prozent) und den Hybriden (6.000/-16 Prozent).

Hier ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Umweltzuschüsse und die attraktive Besteuerung einen positiven Beitrag leisten und das Geschäft mit den Stromern ordentlich angekurbelt wird.

 

Den Dienstwagenmarkt haben die Modelle Mercedes E- und C-Klasse sowie VW Passat und Audi A3 im PHEV-Bereich gut im Griff. Bei den Elektrofahrzeugen wählt man ein bis zwei Nummern kleiner: Renault Zoe, VW Golf, Tesla Model 3 und BMW i3 sind hier die beliebtesten Modelle.

 

Elektro-Modellvielfalt

Auch die Modellvielfalt lässt mittlerweile keine Wünsche mehr offen. So hat VW ganze sechs Modelle mit Elektroantrieb im Portfolio, wobei drei (Caddy, Crafter und Transporter) eher im Handwerk zum Einsatz kommen. Mercedes (EQC, Vito und V-Klasse), Opel (Corsa, Ampera-e und Vivaro), Peugeot (2008, 208, und Ion) und Tesla (Model S, Model X und Model 3) sind inzwischen mit drei unterschiedlichen Ausführungen auf dem Markt.

 

User Chooser-Studie 2020

Die aktuelle Studie von Dataforce gibt darüber hinaus Auskunft, was die Dienstwagenfahrer über „E“ denken, die sich ihr Fahrzeug selbst aussuchen dürfen. In diesem Fall fördert eine Steuersenkung von 0,5 Prozent auf 0,25 Prozent des Listenpreises für Elektrofahrzeuge als Firmenwagen zusätzlich zur Umweltprämie (ab Juli 9.000 € < 40.000 € Nettolistenpreis und 7.500 € > 40.000 €) die Entwicklung der Zulassungen.

Etwas mehr als die Hälfte der User Chooser spielt mit dem Gedanken, beim nächsten Fahrzeug auf Alternativ umzusteigen. Der am häufigsten genannte Grund für den Umstieg ist der Umweltschutz. Deutlich weniger begründen ihren Wunsch mit dem Steuervorteil.

 

Die DW-Fahrer, die ein alternativ betriebenes Fahrzeug in Zukunft für sich zunächst ausschließen, begründen dies überwiegend mit einer zu geringen Reichweite, zu langen Ladezeiten und der mangelnden Ladeinfrastruktur. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

 

 

Ladeinfrastruktur ist vorhanden

 

Ladesäulen Status-Quo

Die Dichte der Ladesäulen ist das A und O für viele Autofahrer bei der Wahl des Antriebes. Unserer User-Chooser-Befragung bestätigt einmal mehr, dass viele Käufer vor einem E-Fahrzeug zurückschrecken, weil sie befürchten, das Fahrzeug unterwegs nicht aufladen zu können.

 

Doch sind diese Bedenken überhaupt noch gerechtfertigt? In den meisten Fällen wird ein E-Fahrzeug zu Hause oder am Arbeitsplatz aufgeladen. Anders als bei Verbrennern wird eine öffentliche Ladesäule nur für Fahrten benötigt, die die Reichweite des Akkus überschreiten.

 

Mit Stand August 2020 kann man dazu auf 12.128 Standorte mit 29.427 öffentlichen Ladepunkten zurückgreifen. Vor einem Jahr waren es erst 8.117 Standorte mit insgesamt 19.288 Ladepunkten.

Ein Plus von 53 Prozent zum Vorjahr. Es hat sich einiges getan und der Ausbau geht weiter. Zur Einordnung: Das Tankstellennetz in Deutschland umfasst rund 14.000 Stationen an Straßen und Autobahnen.

 

Gefühlt sagt uns das jedoch wenig. Etwas zugänglicher machen uns die Zahlen im Bezug auf eine Stadt. So konnte man 2019 in Frankfurt noch an 20 Standorten laden, heute sind es 45 Standorte mit 119 Ladepunkten  – davon 12 Schnelladeeinrichtungen. Im Vergleich mit den 67 Tankstellen ist das noch ausbaufähig.

Foto: © Adobe Stock / Herr Loeffler

Publikation nur unter Bekanntgabe der Quelle.

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