Schräger Schwabe – Der Mercedes GLC Coupé

Frankfurt, 01.01.12

Wer einst gedacht hatte, SUV-Coupés seien nur etwas für Abgehobene, denen ein normaler SUV nicht mehr „cool“ genug ist, irrt. Das Segment boomt auch im Flottenmarkt und bekam im September mit dem Mercedes GLC Coupé einen weiteren Vertreter.

 

Seinen eigenständigen Charakter erhält der GLC durch den Coupé-typischen Diamantgrill mit einer Lamelle und die neugestaltete, abfallende Dachlinie. Zugleich überzeugt der Sportwagen unter den Mercedes-Benz Mid-Size-SUV mit markentypischer Sicherheit, modernen Assistenzsystemen und einem besonders sportlich-dynamischen Charakter.

 

Sportliche Eleganz

Serienmäßig bietet das neue GLC Coupé bereits ein Sportfahrwerk mit den fünf Fahrprogrammen Eco, Comfort, Sport, Sport+ und Individual. Außerdem steht das sportlich ausgeprägte Fahrwerk „Dynamic Body Control“ mit Stahlfederung und verstellbarer Dämpfung zur Wahl. Der Innenraum folgt der äußeren Design-Philosophie und empfängt den Fahrer mit Coupé-typischem Flair und hochwertigem Ambiente. Prägende Stilelemente im GLC Coupé sind die Armaturentafel und die fließend gestaltete Mittelkonsole. Die klare Linienführung  soll ein offenes Raumgefühl erzeugen und eine puristische Modernität vermitteln.

 

(Fast) so viel Platz wie im normalen GLC

So will das 4,73 Meter lange Mercedes GLC Coupé dem Fahrer die Möglichkeit geben, sich aus der breiten SUV-Masse abzuheben, ohne dabei auf einen praktikablen Alltagsnutzen zu verzichten. Während Radstand und Breite gleichblieben, ist die Coupévariante des GLC um 7,6 Zentimeter länger und 3,8 Zentimeter flacher, ohne den Kopfraum im Fond nennenswert einzuschränken. Der Laderaum bietet mit einem Volumen zwischen 491 und 1.405 Litern zwar 59 bis 195 Liter weniger als der normale GLC, lässt aber genügend Möglichkeiten zum flexiblen Lasttransport. Mit einfachen Handgriffen lässt sich die Rückbank im Verhältnis 40:20:40 nach vorne umklappen und die Heckklappe öffnet elektrisch.

 

Motorenvielfalt häppchenweise

Zum Marktstart im September standen drei Motoren zur Auswahl, als Basis-Benziner (250 4Matic) der Zweiliter-Vierzylinder mit 155 kW/211 PS und als Diesel der 220 d (125 kW/170 PS) sowie 250 d (150 kW/204 PS). Weitere Motorisierungen hat Mercedes im Dezember nachgereicht, darunter einen V6-Diesel (GLC 350 d), einen Einstiegs-GLC 200 d mit 100 kW/136 PS und Heckantrieb sowie einen stärkeren Vierzylinder-Benziner (GLC 300 mit 180 kW/245 PS). Wie schon den normalen GLC hat Mercedes auch das Coupé mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb mit einer Systemleistung von 235 kW/320 PS und einem Normverbrauch von 2,6 Litern pro 100 Kilometer ausgestattet.

AMG-Variante mit Sechszylinder-Biturbomotor

Die leistungshungrige Fraktion bedient seit dem Jahresende die Tuning-Tochter AMG mit dem GLC 43, dessen V6-Biturbo es auf 270 kW/367 PS bringt. Der Motorisierung und dem Anspruch entsprechend dynamisch fallen die Fahrleistungen aus. Das Mittelklasse-SUV absolviert den Sprint auf Tempo 100 km/h in 4,9 Sekunden, bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Die Kraftübertragung an alle vier Räder übernimmt eine speziell abgestimmte Version der Neungangautomatik, für Agilität sollen zudem das auf Basis der Luftfederung eigenständig entwickelte Sportfahrwerk und die Sportlenkung beitragen.

 

Optisch unterscheidet sich die Performance-Version des GLC Coupés unter anderem durch eine neue Frontschürze, verchromten Endrohrblenden, eine neue Heckschürze und diversen Details in Hochglanzschwarz und Silberchrom von den Standardmodellen. Das SUV-Coupé steht auf hochglanzschwarz lackierten und glanzgedrehten 19-Zoll-Leichtmetallrädern. Im Innenraum dominiert die Farbkombi Schwarz und Rot, ergänzt mit Zierleisten in Aluminium.

 

Restwertzeugnis und Kommentar von bähr & fess forecasts

Kommentar:

Mit dem GLC Coupé hat Mercedes-Benz einen würdigen Gegner für den BMW X4 geschaffen. Dieser erzielt, sicherlich nicht ganz unerwartet, eine gute Restwertnote. Dass er erst ganz am Anfang seines Lebenszyklus steht, spielt dabei natürlich eine wesentliche Rolle. Das Image der Marke Mercedes-Benz ist letztlich ausschlaggebend. Das Bessere ist aber auch hier des Guten Feind: So sind in diesem Segment auch andere begehrenswerte Modelle vertreten, welche noch höhere prozentuale Restwertprognosen vorzeigen können – zum Beispiel der Porsche Macan. Die aus Restwertsicht vorteilhafteste GLC-Motorisierung ist der 170-PS-Dieselmotor. Beim Hybridmotor ist dagegen mit einem deutlich höheren Wertverlust zu rechnen.